Nur Gedanken

February 28, 2008

PROZAC UND KEIN ENDE

Filed under: Panorama - word2go @ 8:19 am

Watt denn, watt denn?
Prozac soll nicht wirken?

Da hab ich aber anderes gehört: Columbine, Erfurt, Virginia Tech…

Is’ halt doch von Eli Lilly 

February 15, 2008

STASISPITZEL AN DIE FRONT!

Filed under: Panorama, Satirisches - word2go @ 9:51 am

Was die Frau Wegner von der Linken nur hat?! Wir haben doch schon eine neue Stasi. Sie heisst Politically Incorrect, wird von einem Lehrer geführt (sagt doch schon alles oder?) und bringt hemmungslos alle Verfehlungen des antitoitschen Muselpacks, Linken- und Gutmenschentums ans Tageslicht oder zumindest die Funzel in ihrer Gummizelle. Da werden Muslime in Bussen fotografiert, um die schleichende Islamisierung zu beweisen oder Schläfer in islamwissenschaftliche Seminare infiltriert, um dann ganz persönliche Erfahrungsberichte zu verfassen.

Die betreiben sogar Völkerverständigung und retten nun auch noch die USA vor dem Kommi Obama. Haben sie doch in bester Stasimanier herausgefunden, dass der Obama eine Che Guevara Flagge in seinem Hauptquartier hat und rasseln nun mit dem Che-Guevara-Massenmörder-Säbel.

Also ich bin jetzt doch dafür, dass Lesen lernen verpflichtender Teil eines Integrationstests wird, dann hätten sie nämlich auch gelesen, was unter dem FOX-Videonewsbeitrag steht, in dem sie die böse Flagge entdeckten:

"The office featured in this video is funded by volunteers of the Barack Obama Campaign and is not an official headquarters for his campaign."

Aber was soll’s: Spitzel ist spitze, Spitzel ist spitze, lausch das Original!

February 2, 2008

RANDNOTIZEN - SEITENHIEBE

Filed under: Politisches, Panorama - word2go @ 3:30 pm

Politik:

- Prognose: Koch wird geschasst; CDU regiert mit FDP und den Grünen.

- Das "Nein" der Bundesregierung zu Kampfeinsätzen in Südafghanistan ist formal und moralisch richtig: 1. die Bundeswehr hat kein Mandat; 2. es wäre ein fatales Signal, den kriegerischen Auswüchsen der Bushadministration kurz vor Ende ihrer Amtszeit durch das "Ja" zum Kampfeinsatz eine falsche Legitimation zu geben.

- Prognose: Obama wird politisch die Ethnisierung des Wahlkampfes durch Bill Clinton nicht überleben. McCain wird Präsident. Hillary Clinton wird als die Präsidentschaftskandidatin in die Geschichtsbücher eingehen, die den Demokraten das liberale Profil genommen und damit auf Dauer unwählbar gemacht hat.

Wirtschaft

- Eine kleine Lehre für Franjo Pooth: mit nur 15 Mitarbeitern orientiert man sein Geschäftsmodell nicht an der Umsatzmaximierung. Es muss was hängen bleiben. Also Preise hoch beim nächsten Versuch! Runter könnt ihr später.

- Aufforderung an Michael Schumacher, Boris Becker und Franz Beckenbauer: lasst Euch das von Steinbrück nicht gefallen. Er hat nur in einem Punkt recht: Ihr seid Vorbilder und tragt besondere Verantwortung. Also sagt den Bürgern mal schön, warum Ihr Eure Millionen ins Ausland verlegt und wo die Idiotie des deutschen Steuerwesens liegt!

Gesellschaft:

- keine Bange, ich bin kein PI-Fan geworden. Aber als Grünliberaler ist für mich die Debatte um Migrantengewalt unerträglich. Sie zeigt nämlich vor allem auf, wie atomistisch, rassistisch und xenophob die Haltung der meisten Bundesbürger gegenüber Zuwanderern noch immer ist. Die Rechte bestätigt abgedroschene Vorurteile, die Linke beschwichtigt aus Angst vor einer Eskalation primordial motivierter Gewalt oder ergeht sich in, typisch deutscher, egozentrischer Selbstgeißelung (Jessen). Es scheint, als habe sich keine einzige gesellschaftliche Strömung in Deutschland über das Prinzip der Ausgrenzung hinaus, wirklich mit den Migranten selbst beschäftigt. Habt Ihr f*ng nicht die Eier in der Hose, um klar zu stellen, dass jeder Schläger bestraft gehört, ob er nun gelb, blau oder grün ist und dass es genau deshalb auch keine Sonderbehandlung für muslimische Schläger geben darf? Wer allerdings vor dem Islam so die Hosen voll hat, wie unsere Linke, der sollte langsam anfangen, sich zu fragen, ob er möglicherweise selbst die Muslime nicht als Individuen, sondern nur als Teil eines größeren, bedrohlichen Ganzen auffasst, das er möglichst weit von sich weghalten will. Um das mal ganz unverblümt zu sagen: Toleranz ist das beschissenste Integrationskonzept überhaupt, denn ich will Zuwanderer nicht "ertragen", sondern mit ihnen leben. Und dazu gehört Respekt, das einzig wirksame Integrationskonzept. Aber zum gegenseitigen Respekt gehört auch, dass man sich gelegentlich einmal sagt, was man am Anderen oder auch an seiner Kultur so richtig Scheiße findet. Wer nicht offen miteinander redet, hat auch keinen gegenseitigen Respekt!

- Und weiter im Linken-Bashing und deren utopischem Schlaraffenland. Wer hat denn bitte diese neue Studie verfasst, dass Hausaufgaben keine Wirkung auf den Lernerfolg haben? Ich erinnere mich da an so glorreiche "Verbesserungen", wie die Absage an den Frontalunterricht, das "kritische" Reflektieren… Es ist schon wirklich peinlich, wie schnell unser Schulsystem der Idiokratie entgegenschreitet. Man sollte die Schule im Dorf lassen und aufhören, darüber zu diskutieren, welche "Unzumutbarkeiten" man unseren Schülern noch erlassen könnte. Nachdem ja nun, nach jahrhundertelanger Falschverwendung des Zitats, auch die Nicht-Lateiner begriffen haben, dass wir nicht für das Leben, sondern für die Schule lernen, ist es Zeit, nun auch endlich zu begreifen, dass mit "Schule" nicht die Noten, sondern das "Lernen" gemeint ist. Wir lernen um des Lernens willens, ob wir nun später unser Wissen gebrauchen oder nicht. Und hier ist einer der seltenen Punkte, wo wirklich die Gemeinschaft vor dem Individuum stehen muss, denn damit der begabte Astrophysiker später auch einmal ein praktizierender Astrophysiker werden kann, ist es notwendig, dass sich der mathematisch Unbegabte im Gymnasium durch genau denselben schweren Stoff quält, den der spätere Astrophysiker mit links packt. Denn würde der potentielle Astrophysiker diesen Stoff nicht kennenlernen, weil ein paar Schmusepädagogen beschlossen haben, dass das Wissen um diesen Stoff für das spätere Leben des Klassendurchschnitts nicht relevant ist, würde er später vermutlich auch kein Astrophysiker. Kapiert? Schutz des Individuums durch Kollektivismus! Kommt sogar in Demokratien vor.

December 16, 2007

MORGEN, 17.12.2007 AKTIONSTAG IN G-STAR-LÄDEN

Filed under: Panorama, Umwelt - word2go @ 1:28 pm
better - Textilien aus Biobaumwolle und fairem Handel

Ich bin spät dran, doch besser spät als nie! Morgen, am 17.12.2007 will die Clean Clothes Campaign (CCC) bundesweit in Ladengeschäften des Markenherstellers G-Star die Verantwortlichen dazu bewegen, Schritte gegen den indischen G-Star-Lieferanten FFI zu unternehmen. FFI hatte im Juni 2007, nachdem die CCC massive Arbeitsrechtsverletzungen innerhalb des Betriebs nachweisen konnte und daraufhin eine Öffentlichkeitskampagne zur Unterstützung der Arbeiter startete, die CCC verklagt und will nun vor Gericht erwirken, dass sich die CCC nicht mehr öffentlich zu den Missständen bei FFI äußern darf.

Gegenüber indischen Gewerkschaften und lokalen Organisationen hatte FFI mit diesem Vorgehen bereits Erfolg. Die Mitglieder der CCC soll es nun sogar noch schlimmer erwischen, sie sollen per internationalem Haftbefehl gesucht und wegen Internetkriminalität, Fremdenfeindlichkeit, Rassismus und Verbreitung falscher Informationen, an den indischen Staat ausgeliefert werden. Sollte das Urteil dem Ansinnen von FFI entsprechen, wäre ein Präzedenzfall geschaffen, der zukünftig nicht nur die Kontrolle solcher Unternehmen durch zivilgesellschaftliche Organisationen erschweren würde, sondern auch die Praxis der Monitoring und Audit-Dienstleistungen, welche die CCC oder auch die Fairwear Foundation für europäische Markenhersteller zur Verfügung stellt, bedroht.

Als Leiter eines jungen Unternehmens für ökofaire Kleidung, das nicht nur aus Kostengründen auf die Arbeit unabhängiger Dritter angewiesen ist - so haben wir z.B. unseren Verhaltenskodex für Lieferanten eng an das CCC-Modell angelehnt und dadurch, unabhängig von den FairTrade- und GOTS-Zertifikaten, ein Instrument an die Hand bekommen, selbst auf die Einhaltung der Arbeitsrichtlinien bei unseren Lieferanten einwirken zu können - kann ich nur bestätigen, wie wichtig NGOs wie die CCC für den notwendigen und überfälligen Wandel in den Strukturen der textilen Kette sind. Ohne das CCC-Modell vor Augen, hätte uns die Arbeit an einem ähnlich effektiven Kodex wahrscheinlich Monate gekostet.

Die CCC und andere NGOs sind nicht nur Aktivisten, die den Bösen in der Branche auf die Finger klopfen, sondern v.a. ein unschätzbarer Wissens-, Experten- und Dienstleistungspool für Hersteller, die es “richtig” machen wollen. G-Star gehört hier leider noch nicht dazu, denn das Unternehmen weigert sich, Einfluss auf seinen Lieferanten zu nehmen, das falle nicht in den eigenen Verantwortungsbereich. Zeit also, dass der Verbraucher G-Star zeigt, dass er die Verantwortung nicht so einfach auf sich abwälzen lässt, vielleicht entwickelt G-Star ja dann ein Interesse an Mitsprache beim Lieferanten.

Am morgigen Aktionstag soll erreicht werden, dass G-Star auf FFI einwirkt, die Klage gegen die CCC fallen zu lassen. Dazu sollen Teilnehmer und Kunden in den G-Star Filialen folgende Forderungen stellen:

  • Weitere Aufträge an FFI/JKPL sollen nur platziert werden, wenn FFI a) alle Klagen gegen lokale und internationale Organisationen sowie Einzelpersonen, die im Zusammenhang mit diesem Fall stehen, fallen lässt sowie b) in Dialog tritt mit den VertreterInnen der ArbeitnehmerInnen (darunter GATWU, Cividep, Munnade and NTUI), mit dem Ziel, die Arbeitsrechtsverletzungen in der Fabrik abzustellen;
  • G-Star soll eine „Exit-Strategie“ entwickeln, um die ArbeiterInnen von FFI/JKPL vor einem Arbeitsplatzverlust zu schützen. G-Star soll ggf. offene Aufträge in anderen Fabriken, die in der Nähe der FFI-Fabrik liegen, platzieren und dafür sorgen, dass diese Fabriken den FFI/JKPL-ArbeiterInnen Arbeitsplätze anbieten. G-Star soll öffentlich machen, dass der Rückzug aus FFI/JKPL direkt mit dem Verhalten von FFI zusammenhängt.
  • G-Star muss FFI darüber transparent in Kenntnis setzen, dass eine Umsetzung des G-Star-Verhaltenskodex nur möglich ist, wenn die Vereinigungsfreiheit vollständig implementiert ist. Die Implementierung der Vereinigungsfreiheit beinhaltet, dass sich alle Gewerkschaften, die dies wünschen, in FFI/JKPL organisieren können und dass FFI/JKPL von jeglichen Aktivitäten Abstand nimmt, die dies erschweren oder verhindern könnten. Ganz praktisch bedeutet dies vor Ort, dass die Anklagen gegen GATWU, NTUI, Cividep, Munnade und die CCC Task Force Tamil Nadu fallen gelassen werden.Eine Erklärung zu veröffentlichen, die klarstellt, dass es mit der Erwartung von G-Star, wie das Recht auf Organisationsfreiheit implementiert wird, unvereinbar ist, wenn Arbeitsrechtsorganisationen dafür verklagt werden, weil sie Informationen über Arbeitsrechtsverletzungen bekannt machen.
  • Keine Sozialaudits in FFI durchzuführen, so lange GATWU, Cividep, Munnade und NTUI mit juristischen Schritten die Möglichkeit genommen wird, ihre Meinung in die Audits einzubringen.

Wichtige Links zur Aktion:

Hier findet Ihr G-Star in Eurer Nähe
Clean Clothes Campaign
Dokumentation der Ereignisse im Fall FFI

Aufklärende Seiten zu den Missständen in der Textilproduktion:

Unsere eigene Übersichtsseite
Earthlink - Aktiv gegen Kinderarbeit
Südwind-Institut

Einkaufen dürft Ihr natürlich auch:

Bei uns (z.Zt. nur Vorbestellung der ABI-Shirts, ab Mitte Januar könnt Ihr dann auch einzelne Stücke bestellen)

In der Zwischenzeit: FairWear, True Fashion, Glore, Kuyichi, Machja

November 7, 2007

“LOHAS” - BALD ZIELGRUPPE NR.1?

Filed under: Panorama, Umwelt, Werbung - word2go @ 6:58 pm

better - Textilien aus Biobaumwolle und fairem Handel

Hier geht was!

Innerhalb von nur einer Woche starteten zwei taufrische Portale, die dem "neuen" Konsumenten einiges zu bieten haben. Erst hob Burda ziemlich überraschend IVYworld aus der Taufe und verspricht jedem Nutzer für dessen weltverbessernde Idee ein Jahr lang die CO2-Emission seiner PC-Nutzung zu kompensieren. Heute folgte nun die langersehnte Community Utopia. So wie es aussieht, hält das Portal, was es verspricht. Der LOHAS kann sich hier so richtig austoben. Und weil der LOHAS ja vor allem Shoppen soll, um die Welt zu verbessern, ist der ethisch und ökologisch korrekte Shoppingguide gleich mit dabei, Empfehlungs- und Bewertungsmöglichkeit inbegriffen.

Ein schönes Beispiel, wie man Web2.0 und soziale Verantwortung zusammenbringen kann und vor allem ein deutliches Signal an die Bosse: nicht im billigen, billigeren, am billigsten Supply-Chain-Management liegt die Kohle, sondern beim Kunden!

October 25, 2007

WASCH MIR DIE HÄNDE IN ORGANISCHEM SPÜLI, DENN ICH WA(H)R BÖSE!

Filed under: Politisches, Panorama, Umwelt - word2go @ 5:39 pm

Christoph Harrach hat auf Karmakonsum einen Karneval zu einem interessanten, brenzligen und aktuellen Thema ausgerufen: Greenwashing! Was darf man davon halten, wenn sich die "ehemaligen?" Nutznieser von Umweltverschmutzung und Lohndumping in den Entwicklungsländern plötzlich Umweltschutz und Fair Trade auf die Fahnen schreiben, um das gestiegene Interesse der Konsumenten an den Produktionsbedingungen der globalen Wirtschaft in bare Münze umzuwandeln? Wann ist das Engagement echt, wann ist es nur Greenwashing?

Blogkarneval Greenwashing

Einige von Euch wissen ja bereits, dass ich selbst mittlerweile auch zum Kreis der Anbieter von ökofairer Kleidung gehöre, weshalb es für mich ja schon fast Pflicht ist, etwas zu diesem wichtigen Thema zu sagen. Gelegentlich kommt aus meinem Bekanntenkreis sogar hier und da einmal die Feststellung, dass wir mit unserem Geschäftsmodell Firmen direkt zum Greenwashing verleiten. Und so ganz ist es nicht einmal von der Hand zu weisen. Ich pflege dann immer zu betonen, dass uns die Motivation unserer Geschäftspartner diesbezüglich relativ egal ist, solange sie durch ihre Eigenwerbung dazu beitragen, das Vorhandensein ökofairer Kleidung beim Kunden bekannt zu machen.

Ganz so einfach, wie es dieser lapidare Satz zusammenfasst, ist es jedoch nicht, beinhaltet er doch zwei wichtige Variablen, die zueinander in einem reziproken Verhältnis stehen: Motivation der Unternehmen und Konsumentenbewusstsein, bzw. -vertrauen. Und dieses gegenseitige Bedingungs- und Abhängigkeitsverhältnis wird vorwiegend gesteuert von Institutionen (also Regeln, Normen und Verfahren), deren Transparenz und der daraus entstehenden Benennbarkeit des Akteurshandelns, also der Möglichkeit, die Guten von den Schlechten zu unterscheiden. Wenn man also die beiden Pole vergleichen müsste, könnte man mit Fug und Recht behaupten, dass wenige strenge Regeln, deren Durchsetzung von wenigen, transparenten und unabhängigen Organisationen überwacht wird, einem unübersichtlichen Markt an milden Normen und einer Unzahl an intransparenten Kontrollagenturen , bzw. -mechanismen vorzuziehen wäre. Denn dann hätte man eine unmittelbare Erfolgskontrolle sowohl über den tatsächlichen (Verbesserung der ökologischen und sozialen Produktionsbedingungen in den Billiglohnländern), als auch den wahrgenommenen (Gefühl des Konsumenten zur Verbesserung beizutragen) Effekt des bewussten Konsums. In solch einem institutionellen Rahmen wäre bewusster Konsum demnach auch unmittelbar effizient.

In der Realität treffen wir jedoch viel häufiger den zweiten Fall an und das macht Greenwashing zu einem ernstzunehmendem Problem für die Ökobranche. Öko ist Trend und je mehr - ehemals nur an den Produktionskosten interessierte - Global Player sich plötzlich auf der Spielwiese des ökofairen Handels tummeln, den Markt mit betriebsinternem Ökomanagement, betriebsinternen Zertifikaten und neuen, ökologisch wohlklingenden Markenschöpfungen überschwemmen und sich zu, nach NGOs und Verbraucherinitiativen klingenden, Interessenslobbies zusammenschließen, desto unübersichtlicher und unkontrollierbarer wird der Biomarkt für den Verbraucher. Ein einziges schwarzes Schaf kann dann genügen, um die gesamte Ökobranche bis ins Mark zu erschüttern und das neugewonnene Verbrauchervertrauen wieder zu vernichten. "Jacke wie Hose" wären wir dann alle, Einer genauso schlimm, wie der Andere. Jedenfalls in den Augen des Verbrauchers.

Gut, man kann natürlich jetzt argumentieren, dass der wirklich bewusste Konsument diesen Umstand sehr wohl sieht und sich dann eben genau den Anbietern zuwendet, deren Öko- und Sozialmanagement transparent von außen kontrolliert wird. Angst vor dem Verlust der Kundschaft muss daher bei den klassischen  oder meinetwegen auch "echten" Ökoanbietern daher nicht bestehen. Sieht man es jedoch vom Ziel des ökofairen Handels her, also der Verbesserung ökologischer und sozialer Produktionsbedingungen, erscheinen die Folgen eines solchen Skandals verheerend und zeigen die zerbrechliche Volatilität des Verhältnisses zwischen Unternehmensmotivation und Kundenvertrauen auf. Ist das Kundenvertrauen nämlich erst einmal weg und der Kunde indifferent zwischen Öko- und konventionellen Produkten, ist auch das Interesse der Global Player am ökofairen Handel wieder ganz schnell verschwunden und Essig war’s mit der fortschreitenden Verbesserung der Lebensbedingungen der Kaffee- oder Baumwollbauern.

Meist braucht es nicht einmal diesen einen fetten Skandal, denn oft ist das Greenwashing mancher Unternehmen so durchsichtig, so fixiert auf einen einzigen überhöhten Aspekt eigener Umweltfreundlichkeit, dass schon das Bewerben dieses einen Aspekts durch seinen Zynismus dem Verbraucher so dermaßen auf die Nerven geht, dass Zweifel an der Motivation der gesamten Branche entstehen. Ein gutes Beispiel ist hier die desaströs kontraproduktive Citroen-Werbung in der alle anderen Autos als Schweine dargestellt werden. Man fragt sich intuitiv: ah, ihr jetzt also auch? Was hat Citroen nochmal für die Umwelt getan? Ha, ha, wer wird wohl der nächste sein?

Die andere Seite der Medaille
Im Umkehrschluss heisst das dann aber auch, dass der ökofaire Handel, wenn er sein Ziel wirklich erreichen und nicht nur zynisch das Geld von ein paar Idealisten und Weltverbesserern abschöpfen will,  nichts anderes so sehr braucht, wie das Engagement der etablierten Unternehmen. Wenn sich an der Ungerechtigkeit und der ökologischen Verantwortungslosigkeit in den Billiglohnländern wirklich etwas ändern soll, dann sind es die etablierten Unternehmen, die sich umstellen und auf die veränderte Nachfrage reagieren müssen. Nur sie haben die finanzielle und logistische Gestaltungskraft und das Humankapital, um das System wirklich grundlegend umzukrempeln. Wir können ihnen allerhöchstens die Anreize dazu liefern. Greenwashing ist dann eher als Weg, als Testphase für Veränderungen zu sehen.

Der wichtige Punkt bei der Beurteilung von Greenwashing ist also nicht die Motivation der Unternehmen, die kann hier getrost egal sein. Sondern es ist die Frage, wie sie nachhaltig auf diesem Weg zu mehr Verantwortung gehalten werden können und das funktioniert ganz bestimmt nicht allein durch Nachfrage und Konsum - hier liegt der Schwachpunkt der konsumeuphorischen LOHAS-Bewegung, die manchmal ein wenig den Anschein erweckt, als wolle sie sich ganz bewusst von der alten Garde an Aktivisten, NGOs und Kritikern differenziert sehen, deren Ansatz anachronistisch, antiquiert und ganz verstaubt, dem Zeitgeist nicht mehr angemessen scheint. Ganz sicherlich stimmen viele dieser Punkte: es ist ein "Lifestyle", der das "Machen" vor das "Jammern" setzt, das "Belohnen" vor das "Strafen", den "Optimismus" vor den "Pessimismus"…

Dass er jedoch ein irgendwie antiquiertes nicht-kommerzielles Engagement "er"setzt, halte ich persönlich für eine bedenkliche Schlussfolgerung, denn um die etablierten Unternehmen auf einem nachhaltigen Kurs zu halten, muss zuallererst daran gearbeitet werden, die Nachfrage nach ökologischen und fairen Produkten nachhaltig zu erweitern und das geht auf der Kundenseite nur über Aufklärung, Aufklärung und noch einmal Aufklärung, auf der Anbieterseite nur über Glaubwürdigkeit und Vertrauen, sprich transparente, verbindliche Regeln und transparente, unabhängige Kontrolle. Man spürt schon, wie schmerzhaft die Katze sich hier in den eigenen Schwanz beisst, denn die Arbeit an solchen Standards leisten die Unternehmen aus Eigeninteresse nur in den seltensten Fällen und der Kunde durch reinen Konsum schon gleich dreimal nicht.

Man kann es auch anders sagen: ganz unabhängig von der Motivation, um hier wirklich etwas zu reißen und um zu mehr sozialer Gerechtigkeit, mehr ökologischer Verantwortung und mehr überprüfbarer Glaubwürdigkeit zu kommen, brauchen die Unternehmen die NGOs und eine engagierte Zivilgesellschaft wie die Luft zum Atmen. In Abwesenheit staatlicher Einflussnahme sind sie es, die auf transnationaler Ebene Regeln und Verbindlichkeiten festzurren und die Unternehmen an die Kandare nehmen. In der Regel greifen die Standards, die durch die Mitarbeit der NGOs entstanden sind, sei es nun der Global Organic Textile Standard (GOTS) oder der Sozialkatalog und die Zertifizierungsansprüche der FairTrade Labeling Organisation (FLO), Beispiele gibt es ja mittlerweile viele, wesentlich effektiver als die Minimalstandards unternehmerischer Interessensgruppen oder gar reine CSR-Augenwischerei. Das Problem ist eben nur: wie bringt man die Unternehmen dazu, sich diese Standards aufzuerlegen anstatt selbst einen Standard zu "erfinden"? Und schon wieder spielt die Katze mit dem Schwanz, denn schon wieder heisst es Aufklärung, Aufklärung, Aufklärung…

Es nützt nichts, wenn die Clean Clothes Campaign Monat für Monat Studie um Studie veröffentlicht, wenn der LOHAS sie hütet wie Geheimwissen, nur weil er als "modern und trendy" und nicht als Aktivist angesehen werden will. Das Wissen muss raus, damit der Konsument unterscheiden lernt zwischen dem Echten und dem Vorgegaukelten und dann seinem Wunsch nach Überprüfbarkeit und Entscheidungssicherheit Ausdruck verleiht. Erst, wenn die Unternehmen merken, dass sie den Konsumenten nicht mehr mit dem Bau einer Schule oder der Investition in ein vereinzeltes Wasseraufbereitungsprojekt über soziale und ökologische Mißstände in der Produktion hinwegtäuschen können, werden sie einen Anreiz sehen, sich auch auf die harten Standards einzulassen.

Wenn man jetzt die Eingangsfrage beantworten, will, was denn nun von diesem neuen Engagement zu halten ist, ist die Antwort ernüchternd: Alles und Nichts! "Alles", wenn man unkritisch und pragmatisch das Ziel (nicht den Zweck) die Mittel heiligen lässt und die Macht des Verbrauchers überschätzt, "Nichts", wenn man stur und unbeweglich darauf beharrt, dass nur das Neue das Alte hinreichend ersetzen kann und den etablierten Unternehmen ein voreingenommenes Misstrauen entgegenbringt.

Man sollte sich in der Mitte treffen: Greenwashing ist absolut notwendig, wenn der nachhaltige Konsum wirklich etwas bewirken soll. Und damit dabei nichts schief läuft, sollte man sich einmischen. Ebenso absolut notwendig!

October 11, 2007

EVA UND DIE FREIE PRESSE

Filed under: Politisches, Panorama - word2go @ 7:06 am

Möge man es mir übel nehmen, dass ich jetzt auch noch Zeit und Gedanken an die ewiggestrige Blondine aus dem Fernsehapparat verschwende…

Erstens: es ist schon bezeichnend für Deutschlands Gemütslage und Historienwissen, dass Eva Herman nicht bereits zum Erscheinen ihres ersten Buches, das vor verschwurbelten, paranoiden Verschwörungsphantasien nur so strotzte und "Familienwerte" propagierte, die in ihrer Absolutheit nur unter einem nahezu totalitären oder zumindest kommunitär straff sozialisierten System hätten gedeihen können, angemessen kritisiert, sondern sich erst echauffiert wurde, als sie das böse Wort mit N… in den Mund nahm.

Zweitens: es ist erschreckend, wie rund unsere Medienmaschinerie läuft, wenn es darum geht, eine Frau aufgrund von Worten zu demontieren, die sie so nicht in den Mund genommen hatte. Da wird auf Teufel komm raus voneinander abgeschrieben bis kein Mensch mehr weiss, was sie wirklich sprach und sich lieber um des Aufregens willen aufgeregt anstatt eine Richtigstellung oder wenigstens eine Entschuldigung für das mehr oder weniger vollständige Karriereaus auszusprechen, das man ihr mit all der Lügerei zufügte.

Drittens: Lieber Herr Kerner, man wirft keinen Gast aus der Show, nur weil die anderen Gäste es nicht ertragen können, dass sie Gebrauch von ihrer Meinungs- und Redefreiheit macht, auch wenn sie noch so einen großen Mist verzapft. Man setzt ihr Argumente entgegen und das sollte ja, je größer der Mist, um so leichter sein. Mit Ihrer Reaktion haben sie zum Einen bewiesen, intellektuell nicht in der Lage zu sein, einem solchen Faschogeschwurbel ein angemessenes Korrektiv entgegenzusetzen, zum Anderen, dass Sie nicht begriffen haben, welch zentralen liberalen Wert Sie als Journalist zu verteidigen haben. Ihr Verhalten war für mich persönlich der bisherige absolute Tiefpunkt des Polittalks und Sie dürfen es sich jetzt ganz persönlich auf die Fahnen schreiben, wenn sich wieder ein paar mehr Leutchen vom Geschwafel über die mediale Gleichschaltung und den Verschwörungsphantasien der extremen Rechten angesprochen fühlen.

September 25, 2007

BETTER - THE FASHION REVOLUTION

Filed under: Politisches, Panorama, Umwelt, Werbung - word2go @ 11:08 am

better - The Fashion Revolution

Ja Leute, ich bin (leider) weder auf einer einsamen Insel ohne Internetzugang gelandet, noch habe ich die Existenz dieses Blogs vergessen. Ich hab’ mir auch nicht die Finger gebrochen oder so was ähnliches und bin auch von keinem PI-Leser zum Schweigen "verdonnert" worden. Nein, der Grund für die Vernachlässigung meiner virtuellen Existenz war schlicht und einfach Arbeit. Die macht bekanntlich das Leben süß, mit anderen Worten: wer täglich zwölf Stunden und mehr an der Selbstständigkeit bastelt, kommt nicht mehr zum Bloggen.

Nachdem mich der StoiBär nun allerdings "geoutet" hat - vielen Dank dafür nochmal von dieser Stelle - bin ich ja fast schon gezwungen, dieses Blog wieder zu füllen und Euch ein wenig von meiner Arbeit zu erzählen. Ich wollt’s ja sowieso tun, halt nur ein wenig später. Nun gut.

Was wir machen - wir, das ist nicht der blogger’sche Pluralis Majestatis, sondern meine noch bescheidene Anzahl an Mitarbeitern und ich, die wir uns ganz unbescheiden "better - The Fashion Revolution" nennen - ist schnell gesagt: Oberbekleidung und andere Textilien aus Biobaumwolle und fairem Handel für Unternehmen, Vereine, Organisationen usw… Kurz gesagt, für alle, die mit/auf unseren Produkten für sich werben wollen.

Wer mein Blog schon länger kennt, wird sich nun natürlich fragen: wie kommt ein Politologe dazu, nach Jahren des Studiums und mit einem akademischen Titel in der Tasche, plötzlich etwas ganz anderes zu machen und sich in die mörderische Textilbranche zu begeben? Die Antwort darauf ist eigentlich ganz einfach. Eben deswegen! Die Textilbranche ist im wahrsten Sinne des Wortes mörderisch. Kinderarbeit, Ausbeutung, ungesicherte Maschinen, Verätzungen, Umweltverschmutzung, Vergiftungen, massiver Pestizid- und Insektizideinsatz, die verheerenden Auswirkungen der grünen Gentechnik, v.a. auf den indischen Baumwollmarkt… die Liste lässt sich ewig weiterführen. Und das sind keine Ausnahmen, sondern die Regel. Auch wenn große Textildiscounter wie H&M oder Zara mittlerweile Teile der eigenen Kollektion in bio führen und kräftig Greenwashing für’s eigene Image betreiben: gerade mal etwa 0,05% der globalen Textilproduktion arbeitet nach umwelt- und* sozialverträglichen Maßstäben.

Die Idee, hier etwas zu verändern, brodelte eigentlich schon eine ganze Weile unter meinem Haaransatz, bevor ich mich im Frühjahr letzten Jahres, unterstützt von meiner Freundin Linda, die maßgeblich an der Entwicklung der Idee beteiligt war, konkret an die Umsetzung meines Plans setzte, zertifizierte Produzenten oder Biobaumwollkooperativen ausfindig machte und Marktpotentiale erforschte. Anfangs noch mit dem Ziel, sofort als Marke und mit einer eigenen Kollektion aufzutreten. Wir wollten mit fetzigem Design und coolen Schnitten die Biomode endlich vom "Sack und Asche"-Image der müslibrotfressenden Birkenstocklatschenträger befreien und zeigen, dass "bio" und "fair" auch in der Textilbranche durchaus mithalten können, wenn man dem weltverbesserischen Idealismus eine gute Portion Geschmack und wirtschaftliches Denken zur Seite stellt.

Allein die Erstellung des Businessplans dauerte mehr als ein halbes Jahr, danach machten wir uns auf die Suche nach Investoren und Kreditgebern. Zu früh, wie sich herausstellen sollte, denn es war wie in diesem Tocotronic-Song: "Die Idee war gut, doch die Welt noch nicht bereit!" Das Lächeln der Banker war eher mitleidig denn wohlwollend, die Aussage immer dieselbe: "Dafür gibt es keinen Markt!". Mittlerweile hat sich das geändert, der Klimabericht des IPCC sorgte, trotz manch idiotischer Weltuntergangspanik, für Dollarzeichen in den Augen der Schlipsträger sobald man ihnen eine ökologisch und sozial nachhaltige Idee vortrug. Schade für die Banker, sie hätten so manchen Euro mit uns verdienen können, doch wir hatten uns längst anderweitig orientiert.

Gezwungen, mit so gut wie keinem Kapital auskommen zu müssen, sahen wir unsere einzige Chance darin, nach Auftrag zu arbeiten. Und wer vergibt solche großen Aufträge? Richtig, Unternehmen! Bereits der erste Großauftrag kam von einem internationalen Wirtschaftsberater, weitere folgten fast im Wochentakt. Schnell merkten wir auch, wie gut sich Unternehmen dafür eignen, die Idee von biologischer Produktion und fairem Handel zu transportieren. Auch weil sie ein Eigeninteresse an der Vermarktung ihres Engagements haben, helfen sie kräftig mit, ihren Kunden die Existenz einer Wahlmöglichkeit näherzubringen, was vor allem auf dem deutschen Markt extrem wichtig sein wird, denn in Sachen fairer und biologischer Kleidung hinkt der sonst so bewusste deutsche Verbraucher hinterher und glaubt größtenteils noch immer, dass er solche Klamotten nur in Weltläden und Reformhäusern erwerben kann. Wir selbst bekommen diesen Rückstand sogar im B2B-Sektor zu spüren: zwar kriegen wir Anfragen von deutschen Unternehmen, Aufträge wurden uns bisher jedoch ausnahmslos aus dem europäischen Ausland erteilt.

Wie dem auch sei, der Umweg über das textile Merchandising hat uns jedenfalls in die Lage versetzt, endlich den Traum von der eigenen Kollektion und der eigenen Marke zu verwicklichen und den ursprünglichen Businessplan umzusetzen. Während ich mich weiterhin um das Merchandising kümmen werde, geht, unter Lindas Regie, in wenigen Wochen  der Shop für Wiederverkäufer online, Ende Januar folgt dann der Shop für Endkunden. Ohne schon zu viel verraten zu wollen (dürfen), es wird hier einiges an Neuem geben: frische, unkonventionelle Designs, mutige Künstler und junge Designer… und natürlich alles "fair" und "bio".

Und diesmal werde ich Euch ganz sicher vorher informieren. Versprochen!



*Das "und" ist hier fett geschrieben, denn üblicherweise wird meist der Wert 0,1% angegeben. Dieser bezieht sich jedoch nur auf den Anteil von Biobaumwolle auf dem Weltmarkt und berücksichtigt nicht, dass "bio" zwar die Arbeitsbedingungen der Textilarbeiter schon wesentlich verbessert aber eben nicht automatisch "fair" heisst. Zur, für den Laien mehr als verwirrenden, Zertifikatsschwemme, werde ich an anderer Stelle noch einmal Genaueres sagen, hier nur so viel: wer wirklich sicher gehen will, ob sein Bio-Shirt wirklich fair und bio ist, überprüft entweder, ob sich das ausgewiesene Zertifikat auf den "Global Organic Textile Standard" (GOTS) bezieht (Textile Labels, die zur Zeit die Einhaltung des GOTS garantieren: EKO-Sustainable Textile; Soil Association Organic Standard; Oregon Tilth Certified Organic; IMO Control), der neben den ökologischen Richtlinien einen umfangreichen Sozialkatalog beinhaltet, oder vergewissert sich, dass die Textilie sowohl ein Ökozertifikat, als auch entweder das "FairTrade certified cotton"-Siegel der FairTrade Labelling Organisation (FLO), in Deutschland besser bekannt als TransFair e.V., das "Fair for Life" Siegel der IMO Schweiz oder den DIN-Norm ähnlich aufgebauten SA8000 (SA = Social Accountability) trägt.

August 18, 2007

SEHR GEEHRTER HERR GIORDANO,

Filed under: Politisches, Panorama - word2go @ 11:17 am

better - faire und ökologische Kleidung für Ihr Unternehmen 

Mit großem Interesse habe ich Ihren Antwortbrief im Kölner Stadtanzeiger auf die Einladung von Herrn Alboga gelesen. Es ist, in meinen Augen, völlig richtig und konsequent, dass Sie sich dieser Einladung verweigern, da Sie hiermit der DITIB den Widerspruch zwischen dem Schein ihrer Worte und dem Sein ihrer Taten offen aufzeigen.

Zurecht verweisen Sie auch darauf, dass die Frage nach der Vereinbarkeit von Islam und Demokratie, von Islam und Menschenrechten, schließlich von Islam und Grundgesetz, die Schicksalsfrage für eine friedliche und gewaltlose Integration der Muslime in Deutschland sein wird. Mit "einstudierten Sprachregelungen", wie sie es nennen - ich würde diese "Sprachregelungen" eher als irrationalen Abwehrreflex einer epistemischen Gemeinschaft bezeichnen, mit dem sie den Befürchtungen der Mehrheitsgesellschaft nur deshalb begegnet, weil ihr die empirische Argumentationsgrundlage für die Friedlichkeit des Islam fehlt - wird diese Integration sicher nicht gelingen.

Dennoch habe ich so meine "Gutmenschenprobleme" mit der Art, wie Sie den Koran als ewig unverbrüchliche Wahrheit der Muslime, als geschichtsloses Handlungsdogma und somit als unüberwindbare Barriere für jede noch so kleine kulturelle Anpassung darstellen. Ich hoffe Sie sind sich darüber bewusst, dass Sie hierdurch genau die "Sprachregelung" aufgreifen und genau die Islammoderne propagieren, gegen die sich säkularisierte Muslime seit Jahrzehnten zur Wehr setzen müssen: die "Sprachregelung" der Muslimbruderschaft und ihres Vordenkers Sayyid Qutb. Ich hoffe auch, Sie sind sich darüber bewusst, dass der schleichenden Islamisierung Deutschlands eine schleichende Qutbisierung des Islam vorausgegangen ist, was die angebliche Islamisierung Deutschlands eigentlich zu Qutbisierung macht.

Unbestritten, der Koran ist ein blutrünstiges Werk! Blutrünstiger als das Alte Testament, das ich vor der Lektüre des Koran eigentlich nicht für steigerbar hielt. Dennoch sollten Sie - als mit der Hermeneutik Vertrauter - wissen, wie man ein solches Werk zu lesen hat. Und Sie sollten deshalb erst recht wissen, welche gesellschaftlichen Folgen es haben kann, wenn man "ein solch blutrünstig Werk" aus seinem zeitlichen Kontext reißt und dessen heutige Gültigkeit beansprucht. Von der einen, wie von der anderen Seite!

Nicht der Islam ist das Problem, Herr Giordano, der Islam hat ein Problem. Und dieses Problem schleppt er mit Vehemenz nun auch in die deutsche Gesellschaft. Sein Name ist "faschistische Moderne". Muslime wie Christen stehen der faschistischen Moderne des Islam gleichermaßen fassungs- und hilflos gegenüber. Die Muslime wahrscheinlich noch hilfloser, weil in ihren Köpfen nach den Anschlägen des 11. Septembers, nach dem Irakkrieg und den anschließenden Bürgerkriegswirren, die große Verwirrung herrscht und das Aufwachen aus den Lehren Qutbs, dessen Namen die meisten von ihnen wahrscheinlich noch nicht einmal kennen, erst begonnen hat. Wüßten Sie, Herr Giordano, wie Sie zu reagieren hätten, wenn Sie morgen aufwachen und realisieren, dass es ein kleiner Kreis von Fanatikern in knapp 50 Jahren geschafft hat, ein, zwar viergliedriges aber innerhalb jeder Schule hierarchisch straff autoritäres, Rechtssystem zu unterwandern, um stattdessen einen Teilaspekt der islamischen Rechtslehre, den Itschtihad - der nichts anderes ist, als ein überindividualisiertes Rechtsempfinden, das als oberste Ordnungsinstanz lediglich einen an Faschismus grenzenden Gruppenzwang (hier und nirgendwo sonst findet sich das "kulturelle" Fundament für Kopftuch, Ehrenmorde, private Fatwas und letztendlich den Selbstmordterrorismus) setzt, der sich zwar auf die wörtliche Auslegung des Koran beruft, die Rechtsausübung jedoch der Beliebigkeit einer individuell, bzw. kollektiv wahrgenommenen "Notwendigkeit" unterwirft - in den Köpfen der eigenen Religionsgemeinde zu verankern?

Wüßten Sie, was Sie zu denken hätten, wenn Sie bemerken, dass Sie eigentlich gar nichts mehr über ihre Religion wissen? Wenn Sie nicht mehr wissen, was von dem, was Sie über ihre Religion gelernt haben, originär und geschichtlich gewachsen… und was einer revolutionär modernen aber weltfremden, faschistischen Ideologie geschuldet ist? Wüßten Sie’s? Ich wage es zu bezweifeln.

Herr Giordano, ich kann es nachvollziehen, dass viele Bürger aus Angst vor kultureller Überfremdung den Islam als Gefahr ansehen. Doch es stößt mir sauer auf, wenn ein gebildeter, mit der Materie vertrauter, gesellschaftlicher Vordenker - und das sind Sie - aus Bequemlichkeit lieber die "Sprachregelung" der Extremisten aufgreift, um damit ein Generalurteil über den Islam zu begründen, anstatt den umständlicheren Weg zu wählen und das Übel an der Wurzel zu packen, auch wenn dies einen längeren Prozess des verständlichen Erklärens voraussetzt und dann nicht mehr in einen kurzen, polemischen Meinungsartikel passt. Als Wissenschaftler sollten Sie sich dieser Verantwortung eigentlich bewußt sein. Sie haben doch Max Weber gelesen. Oder nicht?

Nützliche Links:
Sayyid Qutb: Milestones
Muqtedar Khan: A Fresh look at Sayyid Qutb’s Milestones
Wikipedia: Jahiliyya
Hina Azam: Terrorism - A return to Jahiliyya

August 16, 2007

ICH ROLL’ MICH NOCH IMMER…

Filed under: Politisches, Panorama - word2go @ 7:48 pm

…vor Lachen auf dem Boden… über den netten Herrn Schönbohm. Dem hat die Welt nämlich ein Forum gegeben, um sich in dämlichster PI-Manier - das hat ja schon fast deren Kommentarniveau - im altantiquierten Dreck zu sulen und geifernd nach der Kanzlerin zu spucken.

Frau Merkel, hier mal was ganz Seltenes von meiner Seite, nämlich ein Lob! Wenn solche Typen sabbern und schimpfen, dann müssen Sie was richtig gemacht haben. Weiter so!

 

July 11, 2007

DAS UNDENKBARE DENKEN!

Filed under: Politisches, Panorama - word2go @ 10:13 am

Schäuble, Schäuble und nochmals Schäuble. Es scheint fast, als wollte uns der Herr der grauen Zellen den Genuß der Tour de Farce durch seine eigene Farce vermiesen. Aus allen Zeitungen grinst dieser Tage unverhohlen die hässliche Fratze des Faschismus Hand in Hand mit einer nur allzu offensichtlichen Frage: Ist unser Innenminister noch ganz bei Sinnen?

- Habeas Corpus - mögen wir ihn auch morgen noch haben…, doch zumindest benutzen wir unseren Verstand und denken voraus, wohin uns das Denken des Undenkbaren bringen könnte. Denn das Verbot, das in der Wortschöpfung "undenkbar" steckt, setzt ja voraus, dass das Undenkbare zwar undenkbar, jedoch nicht unmachbar ist. Viel zu oft ist das Undenkbare schon gemacht worden - mit fatalen gesellschaftlichen Folgen. Genau deshalb soll es auch undenkbar sein und für alle Zeiten bleiben.

Der Einfachheit dieser Erkenntnis steht jedoch, nichts desto trotz, der Zwang des Faktischen gegenüber. Ein praktisch denkender Innenminister verfügt nicht über den Luxus der Privatperson, sich ins kantianische Reich der Vernunft träumen zu dürfen, in dem der von allen Sorgen und Bedürfnissen abstrahierte Mensch immer gleich und immer gut und immer gerecht ist. Es ist seine "verdammte" Pflicht, denjenigen auf die Finger zu klopfen, die uns diesen Traum vom vernunftgeleiteten Menschen vermiesen wollen. Sein Denken des Undenkbaren allein ist der Demokratie noch nicht abträglich. Entscheidend ist, dass wir uns als Gesellschaft nicht zum Denken des Undenkbaren verführen lassen, sondern den Ideen des Innenministers ein angemessenes Korrektiv entgegenstellen.

Und da wir zwar das Volk aber nicht der Gesetzgeber sind, kann dieses Korrektiv nur "Nicht mit uns!" lauten, damit die Herren Gesetzgeber es auch laut und deutlich hören. Schließlich wollen ja sie wiedergewählt werden, nicht wir. Sie müssen die Alternativen zu Schäubles Plänen liefern, nicht wir. Sie müssen - stellvertretend für uns - die offene Gesellschaft vor dem Übergriff des totalitären Wächterstaates retten. Unsere "verdammte" Pflicht ist lediglich, sie hierzu zu zwingen. Indem wir laut und deutlich "Nein!" schreien.

May 31, 2007

BILD ENTLARVT SICH SELBST

Filed under: Panorama - word2go @ 11:39 pm

 

Da sieh mal an. Einen Tag lang ist Bob Geldof Chefredakteur der BILD und was kommt dabei heraus? Eine richtig gute Zeitung und eine Frage: wenn man es bei der BILD doch eigentlich könnte, warum tut man es dann nicht?

May 27, 2007

POLITISCH UNKORREKTE SONNTAGSFRAGEN

Filed under: Panorama, Satirisches - word2go @ 2:34 pm


Samstag abends zuhause vor der Glotze zu sitzen bringt’s irgendwie nicht. Es bleiben einfach zu viele offene Fragen:

1. Haben die Clubberer nun endlich einen positiven Identifikationsgrund und schaffen es von notorischen FC Bayern Hassern zu richtigen Club-Fans zu werden?

2. Ist es eigentlich Gutmenschenschicksal, dass mich dieser Eric Cartman bei South Park immer so an die Herren Herre, Broder oder Miersch erinnert?

3. Haben die in der Jako-Arena Bamberg mit dem Abrahamkampf ehrlich darauf gewartet, dass die Tagesthemen vorbei gehen und der Pfaffe endlich sein Wort zum Sonntag zusammengestöpselt bekommt?

4. Hat der Pfaffe einen Sprung in der Schüssel, wenn er behauptet, der heilige Geist sei so etwas wie der Download Gottes?

5. Ist dann die Kirchensteuer etwa die Flatrate Gottes?

May 16, 2007

GEH LECK! ENDLICH

Filed under: Panorama - word2go @ 10:01 am

klappt das mit der Telekom.

So ist es eben, wenn man in einem kleinen fränkischen Kaff wohnt und damit auf Gedeih und Verderb einem quasi-streikenden Quasi-Monopolisten ausgeliefert ist. Nahezu drei Wochen hat meine Internetzwangspause gedauert und ich kann Euch nun eine Hitliste von dem präsentieren, was definitiv kein Spass ist:

Platz 3: hätte ich nie gedacht, denn ich blogge ja immer nur nach Lust und Laune und lasse schon mal Wochen und Monate zwischen einzelnen Einträgen vergehen. Aber bloggen wollen und nicht können, das grenzt an Folter. Und Themen hätte es ja in den letzten Wochen genug gegeben.

Platz 2: Muffige Servicemitarbeiter der Telekom, die den Streik der Anderen als Sündenbock für das eigene Unvermögen vorschieben. Solidarität? Pustekuchen! Kein Wunder, dass sich Obermann bei diesem Personal traut, mal schnell 150 Jahre an korporatistischen Errungenschaften mit Füßen zu treten. Aber wahrscheinlich sind die Servicemitarbeiter eh mehr Shareholder denn Stakeholder und es ist ihnen Wurscht, ob sie nur outgesourct oder gleich kaltgestellt werden. Die Kursgewinne holen das schon wieder rein!

Platz 1: Elevatormucke! Unangefochten! Wenn ich irgendwann in meinem Leben nur noch ein einziges Mal, eine einzige Minute, dieses Pseudojazzgedüdel in der Warteschlafe der Servicehotline der Telekom anhören muss, dann laufe ich Amok! Stunden wurden zu Tagen eines kleinen empirischen Beweises: nach genau einer Stunde, 16 Minuten und 32 Sekunden Düdeldidüdeldodüdeldums erlöst dich nicht ein netter Mitarbeiter, sondern das Besetztzeichen von deinem Martyrium.

Halt, eines habe ich vergessen. Der Spitzenplatz ist so konkurrenzlos spitze, dass er hier außer Konkurrenz läuft. Wenn man dann nämlich nach 7 Versuchen, also genau nach 8 Stunden, 55 Minuten und 44 Sekunden, am 5. Mai 2007 mit Holden Caulfield auf der linken und dem Manchurian Candidate auf der rechten Schulter in den T-Punkt fährt, die muffige Mitarbeiterin den Prozess öffnet, man ganz genau lesen kann, dass da als Ausführungsdatum 16.05. steht, die Mitarbeiterin aber darauf beharrt, dass der Auftrag bereits ausgeführt und wohl unser DSL-Anschluss defekt sei und - natürlich gegen Bares - neu bereitgestellt werden müsse… dann lehnt man sich am besten zurück, lässt die Lügen Lügen sein und widmet sich den unmittelbaren Genüssen der ersten Dimension. Denn man weiss, dass am 16.05.07 der Internetanschluss plötzlich auf wundersame Weise funktionieren und die Welt wieder in Ordnung sein wird.

April 24, 2007

1 AUS 498

Filed under: Politisches, Panorama - word2go @ 8:04 am

Das sollten sich die ganzen Islamophoben mal auf der Zunge zergehen lassen: genau einer von 498 terroristischen Anschlägen auf Ziele in Europa ging 2006 auf das Konto von Islamisten!

Und dafür will Schäuble unsere Grundrechte verhökern?

via Fefe’s Blog

April 23, 2007

HAPPY MOTHERFUCKIN’ EARTHDAY

Filed under: Panorama, Umwelt - word2go @ 8:29 am

Was zum Lachen (Heulen?) gefällig?

via gebloggte Welten


April 17, 2007

FRÜHJAHRSPUTZ

Filed under: Panorama, Satirisches - word2go @ 8:15 am

Gestern war Frühjahrsputz, deswegen hier was Altes zum Thema. Ist ja auch wirklich jedes Jahr das gleiche Spiel.

Betrunken dekorieren

Nein, mit der in alkoholexzessiven Kaffeebeißerkreisen bekannten Website Betrunkene dekorieren hat der folgende Artikel nichts zu tun. Er befasst sich eher - wie war es auch anders zu erwarten - mit der vom y-Chromosom geschlagenen Hälfte des menschlichen Geschlechterspektrums. Der Mann, der Hammer, das Bier: ein Triumpostulat des Heimwerkertums; ohne das eine kann das andere nicht existieren und umgekehrt. Der Grundstein des Lebens dreht sich im Kreise, um die eigene Achse, wer Nägel mit Köpfen machen will, braucht Zielwasser.

Reichlich absurd? Nein, nur logisch. Denn ein Mann fängt nicht an zu arbeiten, bevor er keinen Anreiz dazu bekommt. Und der heißt Bier. Und reichlich Pausen, die dann natürlich zum Bier trinken genutzt werden. Für grobmotorische Tätigkeiten mag das noch reichen, für’s Augenmaß ist ja sowieso die Frau zuständig. Kein Wunder also, dass Männer weder Geschmack noch Stil bei der Wohnungseinrichtung beweisen. Also Mädels, nur damit ihr das einmal wisst: würdet ihr uns mal eine Woche lang das Bier entziehen und das Feinripp verstecken, würden sogar wir merken, dass die alte durchgesessene Polstercouch vor dem Fußballguckmodul nicht mehr ganz der Höhe der Zeit entspricht.

Und dabei wären wir so leicht zu begeistern. Nehmen wir nur einmal die richtige Grundposition des Bettes. Feng Shui zufolge öffnet ein großer Spiegel über den, nach Osten ausgerichteten, Liebesmatratzen das Zimmer und somit den Energiefluss des Lebens. Ha, für das Anbringen dieser kleinen Spielerei verzichten wir sogar auf den obligatorischen Gerstensaft vor den ersten Bohrversuchen. Im Gegenteil, der Blick in den Spiegel erweckt in uns den Sinn nach Wein, Baguette, Käse und typisch französischer Lebensfreude.

Doch vor das frühjährliche Zimmer neu Arrangieren hat der liebe Gott das Möbelhaus gestellt. Wie um Himmels willen, soll frau den betrunkenen Gatten zu Ikea bekommen? Zum Einen hilft natürlich der Lockruf von, mit tonnenweise Zwiebeln beladenen, Hotdogbrötchen, die dort zusammen mit einem "free refill" an Softdrinks eingenommen werden dürfen. Hilft gar nichts mehr, kann frau ihren Göttergatten neuerdings auch im Männergarten abladen. Prototypen sind bereits in Hamburg, Köln, Berlin und Mannheim im Test und scheinen die Nerven der "Besitzerinnen" in der Tat so sehr zu schonen, dass manche Männer noch immer auf ihre Abholung warten müssen. Was den meisten männlichen Exemplaren ob des heimeligen Ambientes bis jetzt allerdings noch nicht aufgefallen ist.

Sind die wichtigsten Neuerungen dann vor Ort und Stelle, sprich die Wohnung, gebracht, geht der Ärger erst richtig los. Welche Farbe für das jugendlich frische und nach florentinischen Olivenhainen duftende Bewegungszimmer? Während sie wahrscheinlich die Geschmacksgleichheiten der neuesten Trends hinter sich hat und auf dezentes mintgrün vor zitronenfarbenen Stuckrändern steht, wagt er den Frontalvorstoß in ungewohnte Gefilde. Den ganzen Raum erdrückendes, südländisches Karminrot, am Besten noch mit Schwammtechnik aufgetragen. Oder doch lieber freigelegtes Mauerwerk hinter Efeuranken? Um sich ein Bild davon zu machen, wer von den beiden Streithähnen denn nun den besseren Einrichtungsgeschmack hat, werden dann stapelweise Bücher über Innenarchitektur gewälzt, nach deren Genuss sich dann sowieso die Frau durchsetzt.

Die beste Strategie gegen Stressvermeidung? Gebt dem Mann ein Bier, einen Hammer und einen Schlagbohrer in die Hand und lasst ihn um Gottes Willen den Spiegel über dem Bett befestigen. Außerdem müsst ihr ganz oft ins Schlafzimmer laufen, Bier mitbringen, sowie mit Lob nicht geizen. Denn auf keinen Fall darf er auf die Idee kommen, im Wohnzimmer nachzusehen und dumme Vorschläge zu machen. Dann wäre alle Mühe umsonst und der Spiegel hinge trotzdem.

April 12, 2007

OETTINGERS MÄRCHENSTUNDE

Filed under: Politisches, Panorama - word2go @ 10:21 am

"Hans Filbinger war kein Nationalsozialist!"

Ja ja, und Lassie war kein Hund.

April 1, 2007

HENRY MASKE - TITEL ODER AUFHÖREN?

Filed under: Panorama - word2go @ 9:17 am

"Obwohl…, "verkloppen"…, so was tut unser Henry ja nicht. Eher so lange strategisch mit gezielten Punches streicheln bis die Punktrichter sagen es reicht."…

… hatte ich damals gesagt. Und recht behalten. Nach der hervorragenden Vorstellung, und obwohl Maske sagt, dass nun entgültig Schluss ist, stellt sich natürlich eine Frage: reicht das auch noch für den Titel?

Was meint Ihr? Titel oder Aufhören? (Wegen der Einbindungsunwilligkeit meines Blogs muss die Abstimmung leider über die Kommentare erfolgen, sorry!)

March 15, 2007

TANJA, ANNETTE UND DER 10000 € ZONK

Filed under: Panorama - word2go @ 12:08 pm
 
Radiogewinnspiele sind eine schöne Sache. Rätselspass, Sammlerleidenschaft, Oldiephilie, Dudenwälzen…, so ziemlich alle Leidenschaften lassen sich so den lieben, langen Tag befriedigen. Was man aber nicht tun sollte, ist dem Freund einen Zehner für die Geschäftsreise in die Hand zu drücken, dessen Registriernummer 10000 € wert ist. Sonst muss ihm nämlich der Radiosender hinterhertelefonieren, was zu bösen Überraschungen führen kann.

Tanja und Annette

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