Nur Gedanken

April 24, 2007

MAX BUSKOHL - EMPTY TRASH

Filed under: Musikalisches, Werbung - word2go @ 7:44 am

Gratulation! Eier in der Hose…, Charakter gezeigt…, aus Fehlern Anderer gelernt. Max hat mit seinem Ausstieg bei DSDS alles richtig gemacht. Wer solche Songs schreibt, braucht sich nicht verbiegen zu lassen. Mein persönlicher Favorit: Romance. Rocksau!!! Auch live!

January 30, 2007

DA FIRST BAND TO TOUR DA INTANET!

Filed under: Musikalisches, Werbung - word2go @ 12:29 am

Was tun, wenn man eine Band hat aber keinen Tourbus? Sparen? Falsch! Heute tourt man im Internet und holt da Audience in da Bandraum. Hat sich zumindest die Ska-Punk-Combo Röntgenschall gedacht und startet morgen, den 30.01.2007, als first band ever ihre Welttour auf NeinAffeNein.

Diese Idee ist so gut, da muss man einfach Werbung für machen! Aber schaut einfach selbst:



via Eckpfeiler

January 23, 2007

MUNICH BLOG PARTY AND THE ATOMIC FISCHER HAMMOND GROOVE

Filed under: Panorama, Rezensionen, Musikalisches, Literarisches - word2go @ 9:59 am

Verdammt gut unterhalten! Anders kann man dieses Wochenende kaum zusammenfassen. Alte Freunde getroffen: verdammt gut unterhalten! Bloglesung besucht: verdammt gut unterhalten! 10-Jähriges im Atomic Café gefeiert: verdammt gut unterhalten! Was will man denn mehr? Aber der Reihe nach.

Hab’ ich schon mal erwähnt, dass ich alt werde? Klar, hab’ ich. Gibt’s ja auch nix dran zu rütteln! Als Mann wird man ja schließlich reif, nicht alt. Nun hat es der Nilzenburger aber zum zweiten Mal innerhalb von zwei Wochen geschafft, mich daran zu erinnern. Erst durfte ich mein fortgeschrittenes Alter auf einem Konzert von Katze genießen, dann im Münchner Privée. Dorthin hatte er nämlich geladen, der Nilz, zusammen mit dem MCWinkel, Rose Jakobs, Roman Libbertz und Dr. Sno.



München! Meine alte Zivi-, Studi- und Wirkungsstätte, ehemaliger Sitz einer WG, die sich, unbewusst kommender Zeiten, den niedlich-glamourösen Beinamen "Terror" gegeben hatte und ganz einfach Deutschlands schönste Stadt! Da können sich die Anwärter auf den Plätzen, Düsseldorf, Hamburg oder Leipzig noch so viel Mühe geben. Wie, Berlin fehlt in der Aufzählung? Wo liegt das denn? Wer einmal Münchens Sommer genossen hat, dem geht es wie den Sportfreunden: er summt immerzu das Heimatlied.

Die Sache war klar, Nostalgie lässt sich nicht aufschieben! Also ran ans Telefon und mal vorsichtig angefragt, ob sich meine "alten" Helden sowas innovatives wie eine Bloglesung überhaupt antun würden. Taten sie und so landete erst ich in München und dann wir, der I., der R., die B. und der J. in der Maximilianstrasse im Privée und ließen uns von MC Winkel darüber aufklären, welche Vorteile abgekürzte Vornamen in Blogbeiträgen haben können. Nice! Btw, MC, Klarnamen, die in München fallengelassen werden, kommen über Umwege auch nach Kiel. Also Vorsicht, falls Dir mal wieder eine F. über den Weg läuft!

Den Anfang machte übrigens Dr. Sno, der mich feige Sau mit seinen witzigen Texten zwar nicht zum Kitesuffering überreden konnte, wohl aber dazu, nun öfter mal auf seinem Blog vorbeizuschauen.

Der MC war natürlich gewohnt bravourös und überzeugte das Münchner Publikum mit rotzigem Charme, der klassischen Kinski-Drehung und einer Auswahl an guten und nicht so guten Mimik- und Vokabulartipps für den Fall, dass man in der Disco mal wieder nicht hört, was der/die/das Gegenüber eigentlich zu sagen hat. So gut er war, der junge Jedi, dass er für einen mißglückten Sexhattrick nicht Mitleid, sondern Bewunderung und drei brandneue Leser erntete: I. R. und B. Und der MC wäre natürlich nicht der MC, wenn er nicht alles mitschneiden würde. Also hier gucken und bedauern, dass man nicht dabei war!

Rotz spielte dann auch beim Nilzenburger eine zentrale Rolle. Was der so alles mit dicken Kindern in der U-Bahn und in L.A. erlebte, ließ die Lachmuskeln durchweg im Zittermodus verharren. Dass er auch Dichten kann, trug neben seiner professionellen Vortragsweise nicht unwesentlich zum Gelingen des Abends bei. Deshalb schließt Hobbykritiker J. sich in diesem Punkt uneingeschränkt der Anregung von Hobbykritiker S.P. an: Nilz, schon mal an Hörspiele gedacht? Apropos Hobbykritiker. Weiss Irgendjemand, wo die beiden angekündigten Profikritiker abgeblieben sind oder wo man ihre Meinung zum Event nachlesen kann?

Von Rose Jakobs war ich persönlich etwas enttäuscht, vielleicht aber auch nur deswegen, weil ich mir von ihr viel erwartet hatte. Ihre leise Lese kam irgendwie monoton desinteressiert rüber, was den tiefsinnigen Texten schadete und die Geduld der Zuhörer, zumindest in den hinteren Reihen, etwas strapazierte. Jammerschade, denn die Texte hätten eigentlich wesentlich mehr Aufmerksamkeit verdient gehabt. Also bitte nicht auf hohem Niveau verwahrlosen!

Dass Ernsthaftigkeit auch bei einer Bloglesung ankommen kann, bewies Roman Libbertz. Seine erste Geschichte war für mich das Highlight des Abends. Zwar auch etwas zu schnell gelesen, ging sie trotzdem tief ins Herz. Ein paar Blicke in meine nähere Umgebung bewiesen sogleich, dass ich in diesem Moment nicht der Einzige war, der einen Kloß im Hals hatte. Das schleichende Ende einer Liebe war einfach viel zu ehrlich, viel zu traurig erzählt und wurde von viel zu Vielen in ähnlicher Weise schon viel zu oft erlebt, um sich nicht mit ihr zu identifizieren. Am guten Eindruck konnte da auch ein, als Kontrastprogramm eingestreuter, blauädriger 18-XXX (waren das Inch oder Zentimeter?) Lümmel auf detailliert feucht-fröhlicher Grubenfahrt nichts ändern.

Insgesamt war es eine sehr schöne Lesung in tollem Ambiente bei leider etwas zu hohen Bierpreisen (4€ für ein 0,33l Bier finde ich in München schon etwas gewagt). Der Durst nach mehr und günstigerer Flüssigkeitszufuhr war es dann auch, der uns - noch während MC Winkels 4:2 ausklang und nach demokratischer Abstimmung - veranlasste, für eine Weiterführung des Abends die Lokalität zu wechseln, was mich leider um die Gelegenheit brachte, mit den Bloggerkollegen mal in Persona ein paar Worte zu wechseln.

Entschädigt wurde ich dafür gleich ums Eck, nämlich im Atomic Café. Das feierte seinen 10. Geburtstag und ich bekam erneut Gelegenheit, mein fortgeschrittenes Alter zu schätzen. Denn wie es der Zufall so will, war es nun amtlich! Ich hatte es geschafft sowohl die Eröffnung, als auch das Zehnjährige mitzunehmen. Zweimal zufällig. Wie geil ist… (nein, ich sag’s nicht). Vielleicht feiere ich ja auf dem Zwanzigsten meinen ganz persönlichen Hattrick? Das Atomic Café jedenfalls hatte sich in den Jahren meiner Abwesenheit von München - immerhin nun schon 7 - nicht verändert und war, wie es immer war: laut, flauschig, rot und hätte es nie ein Studio 54 gegeben, hätte Studio 54 extra für’s Atomic erfunden werden müssen. Allerdings hätten die dann dort gleich Augustiner ausgeschenkt. 0,5l für 2,80€ versteht sich.

Auf der Bühne - gehört sich auch nicht anders für ein anständiges Jubiläum - Begeisterndes! Freddy Fischer & his Cosmic Rocktime Band ließen die Fetzen fliegen und die Hammondorgel jubeln, dass es eine wahre Pracht war. Ungelogen, wäre ich schwul, hätte ich mich in den Bassisten verliebt! Wie bärenstark und gleichzeitig virtuos der den Groove getrieben hat, dagegen hätte eine 2.0 Liter Maschine rauchend abgekackt. Was war das? Soul? Beat? Phillie? Oder vielleicht doch die Zukunft des deutschsprachigen Schlagers? Scheißegal, jedenfalls das Mitreißendste, was mir in der letzten Zeit zu Ohren und vor die Augen gekommen ist. Kommt also doch was Feines aus Berlin, vielleicht sollte ich meine Haltung mal überdenken.

Gut, die Nacht wurde lang und der nächste Morgen um so länger - ja genau, das Alter - und nach einem Katerfrühstück musste ich mich dann auch schon mit einem lachenden und einem weinenden Auge von meinen Freunden verabschieden. Lachend deshalb, weil ich insgeheim ein Versprechen schon gegeben hatte: das schleunigst zu wiederholen und München nie wieder so lange allein zu lassen. Deshalb ab heute auch der einwöchige Münchennostalgieheader.

January 17, 2007

PAOLO NUTINI - JENNY DON’T BE HASTY

Filed under: Musikalisches - word2go @ 12:02 pm

Absoluter Ohrwurmalarm!

You said you’d marry me if i was 23
but i’m one that you can’t see if i’m only 18
tell me who made these rules
obviously not you
who are you answering to?

oh, jenny don’t be hasty
no, don’t treat me like a baby
let me take you where you’ll let me
because leaving just upsets me…

Friss mehr Text!

January 13, 2007

KATZE!

Filed under: Musikalisches, Werbung - word2go @ 2:59 pm



Ich werde alt? Was solls! Der leichte Bauchansatz kommt halt nun mal, wenn man über 30 ist. Die Discobesuche werden weniger, aber richtig vermissen tut man die eh nicht, denn man zieht ja mittlerweile gediegene Club- oder Pubatmosphäre vor. Nur auf Livekonzerten werde ich manchmal noch richtig nostalgisch. Dann nämlich prescht sie wieder vor, die alte Rampensau, möchte am liebsten selbst auf die Bühne und das Mikro von oben bis unten vollschlabbern. Und je mehr die Band da oben rockt, desto dringlicher wird diese Sehnsucht.

So ging es mir denn auch vergangenen Sonntag. Der nette Nilz hatte mir netterweise zu zwei Plätzen auf der Gästeliste für das Konzert von "Katze" in Nürnberg verholfen und ich durfte mich dafür mal wieder einen Abend lang jung fühlen. Aber richtig, denn da vorne im Rampenlicht stand schließlich einer von nur zwei deutschen Songwritern, die es Anfang der 90er geschafft hatten, meinen seattlegeprägten Musikhorizont zu durchbrechen. Der eine hieß Dirk Darmstädter (Jeremy Days), der andere Klaus Cornfield (Throw that Beat in the Garbage Can!).

Letzterer bearbeitete nun - nur wenige Meter enfernt und auf viel zu kleiner Bühne - seine Gitarre als wäre er nie weggewesen und bewies, dass er auch aus dem mittlerweile gut sortierten Angebot an deutschen Songwritern noch deutlich hervorsticht. Schlicht und ergreifend "Katze" heisst seine neue Band und die Metapher greift: einfach schnörkellos schön! Und trotzdem launisch, egozentrisch und wählerisch. Ihr Sound? Fröhlicher, kurzweiliger Punkpop mit teils nachdenklichen deutschen Texten. Krautpop, wie sie ihn selbst nennen.



Und der hat es in sich! Nicht nur, weil Backgrounderin Minki Warhol die unglaublichsten Spielzeuginstrumente beherrscht und in virtuoser Vielfalt einsetzt oder weil Klaus Cornfields Gesang auch mit 40 Jahren auf den Stimmbändern noch mit den Normen gesellschaftlicher Mann-Frau Schematisierung bricht. Sondern v.a., weil Sound und Text von "Katze" jünger, mutiger und experimenteller daherkommen, als die zielgruppenfixierte Grönemeyerlyrik mancher Newcomer. Schon die ersten Zeilen des Starters "Der Brief", zugleich die erste Singleauskopplung aus dem Album "… Von Hinten!", machte in Nürnberg Lust auf mehr: "In dem Brief den Du mir gabst, steht nur Scheiß! Wenn Du mich wirklich magst, sag’s doch gleich!"

Es braucht mittlerweile schon eine gewisse Abgeklärtheit, eine so unverzierte Wörtlichkeit nicht peinlich zu finden. Und doch schafft sie eine Authentizität, die unvermittelt glaubhaft wirkt. So glaubhaft, dass man spätestens beim Kracher "Punk’s not dead" - eigentlich eine gediegene Ballade an den Punk - kopfüber von der Bühne in die Menge springen möchte.

Fazit 1: Alter spielt also doch eine Rolle!
Fazit 2: Hörbefehl!


January 9, 2007

SEX & CRIME IN DER OPER - DIE EINZIG WIRKLICH WIRKLICH WISSENSCHAFTLICHE BETRACHTUNG DER SUBKULTUR GEWALTMUSIK

Filed under: Satirisches, Musikalisches - word2go @ 6:26 pm

Es geht ab wie Harry in Claudio Monteverdis (1567-1643) "Die Krönung der Poppea". Der Name ist Programm: Poppen, poppen, poppen… und nebenher noch ein paar asozialen Querdenkern (in diesem Fall dem armen Seneca) wahlweise mit Messer oder Schierlingsbecher nachstellen. Gegen diese morbide Faszination an Gewaltexzessen kommen Sido und Konsorten wie brave Schuljungen daher.

Doch nicht nur Monteverdi, auch Puccini, Verdi oder Mozart gingen nicht gerade zimperlich mit dem Medium Sprache um und untermalten das grauenhafte Treiben in den Opernhäusern zudem mit ohrenbetäubendem Krach. Wer, wenn nicht Bach hat die Chromatik und damit die Terrorherrschaft der Dissonanzen über das Seelenheil der Gläubigen erfunden? Die Fuge leitet sich nicht ohne Grund vom lateinischen Wort für Flucht her!

Die Pauke, diese Ausgeburt der Hölle, die "ja akustisch nichts anderes darstellt als Schläge, Schüsse, Explosionen und dergleichen". Das Cello, dieses omnipräsente, bedrohliche Bauchgefühl, wummernd, schrubbelnd, immer dann gefragt, wenn der inhaltliche Spannungsbogen zum nächsten Mord ansetzt… Es ist nichts anderes als der musikalische Ausdruck einer kriminellen Subkultur, einer Leidenschaft für das Böse in der Welt und im Jenseits, das den Menschen fasziniert, seit es Kunst gibt. Und schliesslich der Bass. Il Basso, der Tiefe, entsprungen dem Schlund der Hölle, der stämmige, sonorig schmeichelnde Verführer: "Willst, feiner Knabe, du mit mir gehn? Meine Töchter sollen dich warten schön."

Es ist wohl an der Zeit, unser Verhältnis zur klassischen Musik zurechtzurücken. Tonlehre kann man ja auch am Beispiel McCartney unterrichten, Intonation an Daniel Küblböck und Rythmuslehre an Eminem, dazu braucht man keinen Beethoven, keine Callas und keinen Lizt.

Ein musikalisches Reinheitsgebot? Überfällig!

January 5, 2007

UND DAS

Filed under: Musikalisches, Werbung - word2go @ 12:58 pm

kauf ich mir, falls es denn rauskommt.

October 18, 2006

WARUM WIR POPPEN?

Filed under: Musikalisches - word2go @ 5:53 pm

O.k., bei U2s "Sunday, bloody sunday", Eddie Grants "Gimme hope Joanna" oder Don McLeans "American Pie", werden es die Meisten wohl wissen. Aber warum schrieb Sting "Russians", die Eagles "Hotel California" oder Alannah Myles "Black Velvet"? Die Antwort gibt’s bei Jochen Scheytt: Popsongs und ihre Hintergründe…

via Endl.de

March 17, 2006

Sonnenlicht für Aktivisten

Filed under: Panorama, Musikalisches - word2go @ 11:50 am
Gestern war es also soweit. Grup Tekkan haben es mit ihrem Song "Wo bist du, mein Sonnenlicht?" ins Fernsehen geschafft. Während sich tausende von jungen Talenten auf engen Jugendzentrenbühnen die Seele aus dem Leib spielen und ganz Deutschland den Superstar sucht [der dieses Mal, egal ob Mike Leon oder Tobias gewinnt, tatsächlich auch das Zeug dazu hat], reichte es bei Grup Tekkan, dass sich ganz Bloggerland über die Jungs lustig machte.

Sollte die Plattenfirma, die Grup Tekkan nun unter ihre Fittiche genommen hat, tatsächlich finanziellen Erfolg haben, hätte Spreeblick nicht nur Musik-, sondern auch Bloggeschichte geschrieben. Die Jungs um den göttlichen Toni Mahoni hätten bewiesen, dass man für virales Marketing weder einen guten Riecher, noch ein anständiges Produkt braucht. Es funktioniert einfach.

Vielleicht aber darf das Produkt auch einfach nicht zu anspruchsvoll sein. Wagen wir den Selbstversuch:

Unterstützt die Aktion Bantam-Mais!
Kauft keine Hakle- und Kleenexprodukte!
Unterstützt Senator Russ Feingold!
Verschönert meinen WM-Song! [Der hat’s wirklich nötig]

So, und nun warten wir gespannt.

March 14, 2006

Broken Social Scene

Filed under: Musikalisches, Werbung - word2go @ 11:42 am

Alben:

Broken Social Scene
Bee Hives
You forgot it in people
Feel Good Lost
Idols of Exile

March 9, 2006

Mami, mein Tonband kotzt

Filed under: Panorama, Musikalisches - word2go @ 7:39 am
 
Mein Gott, bin ich alt. Die erste Scheibe, die ich mir als Musikhörender anschaffte, war noch eine echte Platte. So richtig mit Rillen drauf und so. Das war Anfang der 80er, ich war gerade neun schnuckelige Jahre und hab mir die "Famoust Last Words" von Supertramp gekauft. Außerdem durfte ich an einem besonderen Abend fast bis zwölf Uhr aufbleiben und zusehen, wie ich-mach-mal-einen-Fallrückzieher Fischer Frankreich im WM-Halbfinale ganz im Alleingang abschoß.

Just zu dieser Zeit begann meine Karriere als Kleinkrimineller. Ich Böser habe nämlich die Platte genommen und meinem Spielkameraden auf Kassette überspielt. Und das war verboten. CD-Player, -Brenner oder -DigitalAudio waren zwar noch Zukunftsmusik, wenn man von diesen dicken, klobigen Monstern mit einfach Oversampling einmal absieht, doch die Plattenindustrie war bereits damals schwer darauf bedacht klarzustellen, dass Kassetten einfach nur illegal seien.

24 Jahre später hat sich in dieser Hinsicht nicht viel verändert, wie dieses Interview mit IFPI-Sprecher Hartmut Spiesecke zeigt, der den CD-Kopierschutz, der zahlreiche Abspielgeräte zu Ver.di-Mitgliedern macht, mit folgenden Worten verteidigt:

Ich habe persönlich gesagt, jeder der ’nen CD-Spieler hat, bei dem ’ne kopiergeschützte CD nicht läuft, der soll mir ’ne Mail schicken.

Ja gut, also wenn Sie es so wollen, Herr Spiesecke?!!!

[via lautgeben]

Nachtrag: Bin gerade bei den Popnutten rumgesurft und musste konsterniert feststellen, dass sich doch so einiges geändert hat, schreibt zumindest Tobias Rapp, die beleidigte Leberwurst von der taz. Stellt sich also die Frage, ob man die Plattenindustrie überhaupt noch braucht.

March 8, 2006

Placebo - Meds

Filed under: Rezensionen, Musikalisches - word2go @ 7:13 am


1. Meds: Ihre Medizin haben sie nicht vergessen. Taufrisch und unverbraucht in bester Placebo-Manier!

2. Infra-Red: Hookline für tanzbar befunden, vor dem Computer gerockt!

3. Drag: Disco-Beat. Ohne die charakteristische Stimme hätte ich nach den ersten Takten auf Bloodhound Gang getippt.

4. Space Monkey: Düster! Na ja.

5. Follow the Cops back home: Brauchbar, sehr ruhig und athmosphärisch.

6. Post Blue: It’s between you and me, yeah!

7. Because I want you: Kommt trotz des straighten Schlagzeugs etwas schwerfällig in die Gänge.

8. Blind: Schön, abwechslungreich, zum Wegtreiben.

9. Pierrot the Clown: Wunderschöne Ballade.

10. Broken Promise: Stimme am Anfang zu leise, pathetisch.

11. One of a kind: Durchgängig nerviges Glasperlengeplänkel!

12. In the Cold Light of Morning: Sehr ruhig, etwas genuschelt.

13. Song to say goodbye: Versöhnliches und ein Neil Young Zitat am Schluß. Bester Song des Albums.

Insgesamt ein schönes Album. Die Band klingt erwachsener und gereift. Trotzdem nichts Außergewöhnliches. Für den Fan ein Muss, der neue Hörer wird allerdings nicht gefesslt. Hier gibt’s das ganze Album zum Probehören.

February 14, 2006

Death Cab For Cutie auf Deutschlandtour

Filed under: Musikalisches, Werbung - word2go @ 6:06 am

Mann, ich bin manchmal wirklich eine lahme Ente. Diesmal hätte ich fast vergessen, dass eine meiner Lieblingsbands, Death Cab For Cutie gerade auf Deutschlandtour ist. DCFC mag hierzulande vielleicht nicht allzu vielen Hörern bekannt sein, das Sideproject des DCFC-Sängers Benjamin Gibbard, The Postal Service, schon eher.


Wer also auf eine ausgewogene Mischung aus rockigen Gitarren und wunderschön fließenden Elektronikpophymnen steht, der sollte nun alles liegen und stehen lassen und sichein Ticket für eines der restlichen Konzerte zu ergattern, um die auch live sagenhaften Death Cabs zu genießen.

Für noch Unentschlossene gibt’s bei Epitonic ein paar Hörproben.

Die noch übrigen Konzerttermine:

14.02. Frankfurt, Batschkapp
15.02. Heidelberg, Karlstorbahnhof
16.02. Dresden, Starclub
18.02. München, Ampere

December 5, 2005

Von Tascam zu Tascam

Filed under: Musikalisches - word2go @ 9:15 am

"Pssst, hey Kleiner! Brauchst’e Stoff?"

"Hä, wie, wieso?"

"Ich hätt’ hier noch ein paar Spuren, 8 um’s genau zu sagen."

"Hauen die rein?"

"Ja klar, die liegen hier schon über zehn Jahre rum, die dröhnen Dir die Rübe weg. Aber Vorsicht, kann sein, dass sie bei Genuss ganz schön reinleiern."

"Also noch echt analoge Ware, he?"

"Da kannst Dir aber sicher sein!"

"Von wem isses denn?"

"Ach so’n paar Typen aus dem Bayerischen Wald, Jessicas Trust oder so, die haben das hier draufgerotzt."

"Na gut, ich nehm’s mal, was macht’s denn?"

"Is für umme, wenn Du’s richtig aufpolierst."

"Geht klar, Alter!"

December 4, 2005

Ticket to L.A. die Dritte

Filed under: Musikalisches, Werbung - word2go @ 9:12 am
Nathan, Sänger des von Flo Müller, Til Schönecker und meiner Wenigkeit geschriebenen Songs "Ticket to L.A." hat den Recall bei Deutschland sucht den Superstar erfolgreich gemeistert. Dafür gibt’s natürlich einen Glückwunsch2go. Hol Dir den Titel, Junge!



Die offizielle Homepage zum Song findet Ihr hier. Eine Hörprobe gibt’s natürlich auch und wer Gefallen findet, kann den Song bei musicdock.net für nur 0,99€ runterladen.

Keep on rockin’!

November 12, 2005

Happy Birthday Neil Young

Filed under: Musikalisches - word2go @ 12:01 pm
 
Song for Neil

Toronto/Ontario, Winnipeg/Manitoba to L.A.,
Rockin’ in the Free World that passed away a September’s day.

Singin’ ’bout the Southern Man, who doesn’t need you anyhow,
Since a joke by Lynnard Skynard choked on Dixie pride.

Sometimes a Heart of Gold is not enough for a change of mind,
Everybody knows, this is nowhere of a kind.

Yet bringin’ in the Harvest for a youth that Comes a Time,
Out of the Blue into the Black, you gave them words to fight back.

There are still some more real cowboys, left out on these hills,
and the fire hits the iron one more time.

Neil, the world’s a place at your command,
and we’re happy, if you still stay for a while,
There are so many things that can be done, but for the rest,
we still need Crosby, Stills, Nash and Young.

My my, hey hey, hey hey, my my,
My my, hey hey, hey hey, my my,
My my, hey hey, hey hey, my my,
My my, hey hey, hey hey, my my

Long may you run, long may you fight,
strong Like a Hurricane, dancing on the light,

Sometimes a Heart of Gold is good enough for a change of mind,
Everybody knows you are one of a kind.

mp3: word2go - Song for Neil

November 11, 2005

Wir sind hier nicht in Seattle Dirk!

Filed under: Musikalisches - word2go @ 11:57 am

 
Ach ja, das waren Zeiten… Die Haare lang, das holzfällerstinkende Baumwollshirt offen, die Schnürsenkel pommesbunt und der Jolly immer griffbereit.

Kyra Sedgwick und Campbell Scott waren das Traumpaar des Jahrtausends und gerade mal gar nicht in Deiner Gegend…

Lollapalooza war noch kein Kommerz und Pepsi Sziget noch gar nicht erfunden…

und Eddie Vedder, Du Gott…

ach Gott, I’m still alive.

April 12, 2005

Searching for a Parallel

Filed under: Musikalisches - word2go @ 9:03 am
cover


Vor ziemlich genau 11 Jahren. Am Rande des bayrischen Waldes. Ein Haus auf einem Berg über Deggendorf. Geladene und ungeladene Gäste. Nico, Marcus und Willi. Schlagzeug, Gitarre und Bass. Eine Band und ihr Publikum beweinen ein kürzlich verstorbenes Idol: "Hey Kurt, what ya doin’ with this pumpgun…" Der Tod wird zur Geburt, "Living Stillborn", ein Meilenstein der ostbayerischen Musikszene.


Heute. Living Stillborn heißen mittlerweile "Conic" und haben gerade ihr zweites Album fertig, das bereits zwei Tage nach Erscheinen von der Zeitschrift Visions zum Album der Woche erkoren wird. Auch andere Kritiken sparen nicht mit Superlativen:


Laut.de schwebt in utopischen Hemisphären und wünscht sich, dass doch bitte jede deutsche Band so gute Musik machen solle wie Conic, dann würde "jegliche Diskussion über Radioquote und Nachwuchsförderung auf der Stelle verstummen. Köpfe würden wippen, Füße tappen und Haare fliegen".

Gästeliste.de spricht von Edelbritpop

Alternative Nation schwärmt von einem wunderbar unaufgeregtem Manifest der Vielseitigkeit.

Und ich, mit der Band bereits seit Totgeburtszeiten irgendwie seelisch verwandt durch anfänglichs geteilte Bühnen und später aus der Ferne mal begeistert, mal kritisch beobachtend? Mein Urteil?

Ihr bisher bestes Album!

Marcus hat die Experimentierfreude zugunsten von Eingängigkeit und Wiedererkennungswert leicht zurückgeschraubt und das hat dem ganzen Projekt gutgetan. Der den seit jeher wunderbar melodischen Songs fehlende Druck, der Zug der eine Nummer bis zum Ende tragen sollte, er ist endlich da.

Mario Thaler, der Mann, der Notwist und damit den guten Sound der Marke Deutschland prägte, hat daran nicht wenig Anteil. Nur wo uphon draufsteht, ist halt auch uphon drin.

Jungs, ihr habt Euch in meinem Indiepophimmel ganz oben direkt neben Miles gesetzt.

Unbedingte Kaufempfehlung!

April 2, 2005

Ticket to L.A.

Filed under: Musikalisches - word2go @ 9:12 am
 
Hallo liebe Freunde der guten Musik.
Schön, dass ihr meinen Eintrag nicht gleich gelöscht, sondern euch hierher verirrt habt. Ich will gar nicht lange um den heißen Brei herumreden, deshalb hier die Fakten.

Vor fast schon vergessenen Zeiten war ich einmal Leadsänger einer, zumindest für uns Mitglieder, legendären Indierockband. Wir hattend damals einen Song im Repertoire, der von unserem Gitarristen Flo Müller geschrieben und von unserem Bassisten Til Schönecker und mir getextet wurde: "Ticket to L.A." Wie das Leben so spielt, mussten wir uns dann irgendwann entscheiden, was in unserem Leben die erste Geige spielen soll und wir wählten Studium und Beruf.

Nun hat Flo, zusammen mit seinem Kumpel Dieter Walz, den Sprung ins kalte Wasser gewagt und den Song mit Thorsten Nathan, dem Sänger der Antenne Bayern Band neu aufgenommen. Mit gewissem Erfolg! "Ticket to L.A." läuft mittlerweile als Werbejingle für die DSF-Sendung Hattrick und Ihr könnt ihn exclusiv auf www.tickettola.de für schlappe 0.99€ herunterladen. Damit tut Ihr nicht nur mir einen Gefallen, sondern helft auch einem hervorragenden Sänger, seine Solokarriere anzukurbeln.

Nathan, Sänger und Gitarrist der Antenne Bayern Band und, zusammen mit Antenne Bayern Moderatorin Kathie Kleff, Frontmann der Formation Life Raft, arbeitet momentan mit Hochdruck an seinem Solodebut, auf dem auch Ticket to L.A. vertreten sein wird und das voraussichtlich Ende April erscheint.

So ein bisschen Erfolg ist zwar ganz schön, aber eben nicht genug, damit’s auch für die Brötchen reicht. Wir wollen ganz hoch in die Charts, nur gibt’s da ein Problem…

Richtig! Normalerweise übernehmen die Major-Labels die Werbung, aber die nehmen nur, "was es eh schon gibt", denn "was es eh schon gibt" verkauft sich gut, und genau darum geht’s. Wir haben also kein Label und damit auch kein Geld für Werbung.

Da ich nun selbst schon seit über einem Jahr leidenschaftlich blogge, und den qualitativen Kommunikationsmehrwert des Blogs im Gegensatz zu anderen Medien, wie Foren und Chatrooms, zu schätzen gelernt habe, kam mir die Idee, die Eigenschaft der Bloggercommunity als schnellstes und pluralistischstes Meinungsbildungsorgan der letzten Jahre zu nutzen.

Nehmt mir deshalb bitte meine Werbung auf Eurer Seite nicht übel, sondern schmeisst sie bei Nichtgefallen einfach in die Mülltonne. Ich werde auch besten Gewissens versuchen, Doppeleinträge zu vermeiden. Ich schwöre!

Wer allerdings Gefallen am Song und an meiner Idee findet, der soll sich nicht scheuen, Ticket to L.A. auf seiner Seite zu verlinken. Schreibt mir in diesem Fall einen Gästebucheintrag, ich werde mich dann mit einem Link unter der Rubrik "Ritter des Guten Geschmacks" bedanken.

In diesem Sinne: Fuck the Machine and Rock on!

PS.: Liebe Stammleser. Dieser Eintrag bleibt bis auf weiteres ganz oben. Wer nach neuen Artikeln sucht, fängt einfach eins drunter an.

March 2, 2005

Ticket to L.A. auf DSF

Filed under: Musikalisches - word2go @ 8:53 am
 
Liebe Freunde der guten Musik,

heute gibt’s mal nichts über Stoiber, Bush, Hartz IV oder sonstige Populismen. Unser Song "Ticket to L.A." läuft mittlerweile als Werbejingle für die DSF-Sendung Hattrick und Ihr könnt ihn jetzt exclusiv auf www.tickettola.de für schlappe 1,49€ herunterladen. Damit tut Ihr nicht nur mir einen Gefallen, sondern helft auch einem hervorragenden Sänger, seine Solokarriere anzukurbeln.

Nathan, Sänger und Gitarrist der Antenne Bayern Band und, zusammen mit Antenne Bayern Moderatorin Kathie Kleff, Frontmann der Formation Life Raft, arbeitet momentan mit Hochdruck an seinem Solodebut auf dem auch Ticket to L.A. vertreten sein wird, und das voraussichtlich Ende März erscheint.

Ihr müst natürlich nicht die Katze im Sack kaufen, sondern könnt hier schon mal in den Song reinhören.

ROCK ON!

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