Nur Gedanken

November 29, 2006

KIPPE AUS… HIRN AUS!???

Filed under: Panorama - word2go @ 10:02 pm

(Ach herrjeh, Pathoswarnung! Trotzdem veröffentlicht)

Gut, ganz so schlimm ist es dann doch nicht, ein wenig Denken bleibt mir noch erlaubt. Dennoch! Es ist schon äusserst erstaunlich, einmal am eigenen Leib zu erleben, wie sehr Rituale die sogenannte Nikotinabhängigkeit, die doch eigentlich nur eine Kopfabhängigkeit ist, verstärken. Der Zwang zur Sucht, der, wie der leider heute verstorbene Alan Carr so treffend formulierte, schon einsetzt, während man die letzte Zigarette raucht, nirgends ist er so stark wie in jenen Momenten, in denen man sie besonders genoss. Bei mir war das stets der morgendliche Arbeitsbeginn. Laptop an, Kippe an, graue Zellen an! Der Glaube an die unverbrüchliche Symbiose des blauen Dunstes mit der eigenen Schaffenskraft, er war so etwas wie der Motor jeglicher Kreativität, das Hintertürchen bei verzwickten Problemen, der Fallschirm der sich öffnet, wenn die Energie schwindet.


Kaum war die Kippe weg, war sie da… die Angst. Vor dem weissen Blatt, dem leeren Bildschirm, der Blockade im Hirn, die den Beginn wie eine riesige Bugwelle vor sich herschiebt, um ihn dann mit dem erlösenden Ratschen des Feuersteins und dem ersten Knistern der Zigarettenspitze über Dir zusammenbrechen zu lassen. Rückfällig! Ekelhaft! Und doch so wohltuend. Kurze, erholsame Pausen von der Abstinenz, belohnt durch frappante Fortschritte, arbeitsintensive und wegweisende Momente, bestraft durch das doch immer wiederkehrende schlechte Gewissen. Hätte es die wirklich gebraucht?

Und die Quälerei geht von Neuem los. Nun gut, Quälerei ist ein zu starker Begriff. Denn immerhin musste ich nun schon über Wochen nicht rauchen, hatte nicht einmal das geringste Bedürfnis. Es war aber auch zu einfach die letzten Wochen, sich auf das Morgen hinauszureden, wenn mal wieder nichts zu Papier kam. Doch nun, wo ich Laptop und Kalender, die mich mit unnachgiebiger Härte anstarren und Tag für Tag herunterzählen wie eine Stopuhr, die sich der Stunde Null nähert, nicht mehr ignorieren kann? Aufgeben? Rauchen? Gerade wo es doch so evident auf der Hand liegt, dass es funktioniert, wenn ich rauche. Dass Wörter, Sätze und Logik nur so aus mir heraussprudeln? Also wie das Rauchen aufhören, wenn die Deadline immer näher rückt? Will ich es riskieren, die Karriere der eigenen Willensstärke zu opfern oder doch lieber bis danach warten? Ist dann der Wille zum Aufhören noch da? Ich sehe ihn doch jetzt schon wieder schwinden.

Und da ist ja noch das Wissen um die Kopfabhängigkeit. Warum schaffe ich es nicht, vor dem Laptop genauso Nichtraucher zu sein, wie im restlichen Leben?

Any help available? Aber bitte keine gutgemeinten Tipps zu Karotten- oder ähnlichen Gemüsesticks, die kann ich nämlich mittlerweile kotzen.

November 8, 2006

AMERICAN AESOP

Filed under: Politisches - word2go @ 7:32 am

So Crow and Hawk went to see Eagle and he had healed one wing.

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