Nur Gedanken

October 28, 2006

HURRA, ENDLICH “ELITE” FÜR ALLE

Filed under: Panorama, Satirisches, Werbung - word2go @ 1:17 pm

Bildungsnotstand und Arbeitslosenzahlen in Deutschland übersteigen seit Jahren Hand in Hand die Grenzen des gesellschaftlich zumutbaren Geschmacks. Auch die Eliteuniversitäten werden daran nichts ändern, denn die werden durch das Attribut Elite nur zu Erziehungsanstalten postpubertärer Anwalts- und Arzt, äh SAP-Berater- und Ebay-Powersellersöhnchen. Als Folge hat heute kaum ein Jugendlicher noch Chancen auf dem Arbeitsmarkt, denn die Bewerbung scheitert meistens schon am korrekten Anschreiben.


Doch damit ist jetzt Schluss! "Elite 1.0 beta", das Altsprech-Spracheingabemodul der BörkelsmenInMediaSonor AG schafft Abhilfe.

Ich habe das Produkt getestet und war begeistert. Werfen Sie einfach selbst einen Blick in das Protokoll einer Kurzbewerbung:

——————————
Hey Alda,
- Sehr geehrter Herr…

weisst scho
- wie bereits telefonisch besprochen,

ich wollt’ das Ding jetz mal klar machen.
- bewerbe ich mich hiermit um die Stelle eines … in Ihrem Unternehmen.

Also ich bin voll rösig, Alda,
- Ich sehe mich für die Stelle als besonders geeignet an, da ich über spezifische Soft-Skills verfüge,

des wird voll phat, ey!
- mit denen ich sicherlich entscheidend zum Erfolg Ihres Unternehmens beitragen kann.

Ey, ich schwör,
- Ich versichere Ihnen,

ich latz voll druff ey.
- die mir aufgetragenen Arbeiten immer zu Ihrer vollsten Zufriedenheit zu erledigen.

Word
- Hochachtungsvoll

PS.: Guckst Du hier

- PS.: Im Anhang finden Sie meinen vollständigen Lebenslauf, Abschlusszeugnisse und eine detaillierte Auflistung meiner bisherigen beruflichen Tätigkeiten und Kenntnisse.

————————

Wenn Sie "Elite 1.0 beta" käuflich erwerben wollen, wenden Sie sich bitte an die BörkelsmenInMediaSonor AG oder bestellen Sie direkt über die Kommentarfunktion.

October 26, 2006

DA HAT’S EINER BEGRIFFEN

Filed under: Politisches, Panorama, Satirisches - word2go @ 8:29 am

Schnell mal rüber zum Bartels und ordentlich ablachen. Wie deutsche Gesetze gemacht werden…

10-TAGEBART

Filed under: Panorama - word2go @ 7:57 am

So Leute, nun ist es raus. Ich bin Anhänger des gepflegten 10-Tagebarts. Nicht, dass ich zu faul wäre, mich wenigstens alle drei Tage zu rasieren. Es ist eher mein persönlicher Ausdruck der Ablehnung gesellschaftlicher Normen. Ich fühle mich einfach dem Prekariat näher als der Prosecco-Bussi-Bussi-Fraktion, obwohl ich natürlich auch gerne mal Porsche fahren würde. Ob’s den wohl irgendwann einmal als 3-Liter Hybridmodell gibt?

Ein 10-Tagebart bringt auf jeden Fall wesentliche Vorteile mit sich. So ist man z.B. frei von gesellschaftlichen Konventionen und übermäßigem Freizeitstress. "So geh ich aber mit Dir nicht weg!" - Na gut?! Oder das überlegene Gefühl, wenn einem beim Bewerbungsgespräch mal wieder ein geölter Fatzke mit Schweinsnase gegenüber sitzt. Ich kann mich rasieren, aber der?!

Man lebt auch billiger! Nicht dass ich jetzt Werbung machen wollte, doch ich hab’ schon so Einiges ausprobiert. Trockenrasierer zum Beispiel. Danach fühlt sich die Gesichtshaut an, wie gerade ausgebuddeltes Papyros. Nassrasierer aller Art sind auch nicht das Gelbe vom Ei, der Toiletteneimer wird so lediglich zum Massengrab für Einwegsklingen. Denn was anderes scheint die Konkurrenz von Gilette nicht zu produzieren. Nur der Gilette Mach3 erfüllt seinen Zweck und verspricht zumindest für ein paar Stunden glatte Babyhaut. Doch der ist arschteuer. Selten rasieren heisst also weniger zahlen.

Der 10-Tagebart ist sowieso die goldene aristotelische Mitte. Noch kurz genug um als attraktiver Rebell durchzugehen, noch zu wenig buschig um als Staatsfeind zu gelten. Alles andere ist kalter Kaffee. Was zum Beispiel gar nicht durchgeht, sind irgendwelche Zacken, Muster, Kinnfrasierungen oder Klitorisbürsten. Wenn, dann gleichmässig, das ist der einzig anerkennenswerte Individualistenchic. Wer mehr macht ist nur eitel!

Ach ja, länger als 10 Tage ist auch blöd, dann fängt’s nämlich an zu jucken.

*geht sich rasieren*

October 25, 2006

WEIL MIR GRAD NICHTS EINFÄLLT, ICH ABER ZEIT HABE

Filed under: Panorama - word2go @ 6:40 pm

hier mal die schönsten Suchbegriffe auf word2go:

1. Luxusweiber (Googlerang 8) : Die fetten Luxusweiber von Mallorca (21. Juli 2004) über den jährlichen Einfall der Teutoninnen auf Gottes schönster Insel.
2. cumparade (Rang 4): Elefantentreffen (13. September 2005), mein ganz persönliches Plädoyer für die grosse Koalition.
3. Sahnetitten (Rang 3): Wer hat’s erfunden (9. Juni 2004), ein kleines Liedchen über Arabella Kiesbauers Kritik am Niveau deutschen Unterhaltungsfernsehens.
4. pädophiler Fussballtrainer (Rang 14): Pressefreiheit oder Volksverhetzung (13. August 2006), die sind übrigens immer noch online und schlimmer als je zuvor.

October 24, 2006

RETTER DER NATION

Filed under: Panorama, Werbung - word2go @ 10:41 am


Wer zu "Wetten dass?" will, muss nicht über los, sondern rappen. Hat der Tommy damals auch gemacht und der MC Winkel hat’s verstanden. Zusammen mit dem Nilzenburger hat sich der Kieler Jung nun auf der neuen Single von Büro am Strand verewigt und kommt damit der Showmasterkarriere dank viralem Marketing einen schönen Schritt näher. Das Video dazu gibt’s seit heute 00:00h beim MC sein Vater sein Sohn oder direkt bei You Tube. Die Single "Retter der Nation" folgt dann nächste Woche. Reinhören lohnt sich!


October 23, 2006

TÖCHTER UNERWÜNSCHT!

Filed under: Panorama, Werbung - word2go @ 7:11 pm

Das scheint morgen ein sehr interessanter Themenabend zu werden, daher gebe ich hier ausnahmsweise mal einen Fernsehtipp:

Misshandelt, ausgesetzt, verkauft oder getötet: Eine Frau zu sein bedeutet an vielen Orten der Welt ein schweres Schicksal. ARTE geht den Ursachen von Mädchenmorden in Asien und der Versklavung afrikanischer Frauen in Europa nach und zeigt die gesellschaftlichen Folgen.
"Töchter unerwünscht" Dienstag, 24.10.2006 ab 20.40h auf arte
via genderblog

HOPPLA!

Filed under: Uncategorized - word2go @ 4:14 pm


Jens hat mich gerade darauf hingewiesen, dass sich die URL zum offenen Brief an Horst Seehofer ändert, wenn ich den Artikel update und gleichzeit das Datum erneuere. Tausendmal sorry an Euch, wenn Ihr deswegen neu verlinken musstet, auch ich werde noch lernen, mit statischen Pfaden umzugehen. Ich verspreche hoch und heilig, dass die URL in Zukunft diese bleiben wird:

http://word2go.blogsome.com/2006/10/23/offener-brief-an-horst-seehofer/

OFFENER BRIEF AN HORST SEEHOFER

Filed under: Politisches, Umwelt - word2go @ 7:39 am

Sehr geehrter Herr Seehofer,                        16.10.2006

ich möchte Sie gleich eingangs darauf hinweisen, dass ich diesen Brief parallel auch auf meinem Blog http://word2go.blogsome.com veröffentlicht habe und dort meinen Lesern und Bloggerkollegen die Möglichkeit gebe, sich der Forderung mittels Unterschrift und/oder Verlinkung anzuschliessen.

Am 30. September 2006 hat das Panel der WTO im Gentechnikstreitfall USA, Kanada und Argentinien vs. EU in erster Instanz für die Kläger und damit gegen das EU-Moratorium zur Einfuhr von Gen-Pflanzen, sowie unilaterale Beschränkungen von 6 EU-Mitgliedsstaaten entschieden. Diese Entscheidung war vor dem Hintergrund des internationalen Handelsrecht zu erwarten und beweist eindrucksvoll, dass die Nichtverbreitung gentechnisch modifizierter Güter nicht über internationale Rahmenabkommen wie das Biosafety-Protokoll geregelt werden kann, da dieses Protokoll trotz des Beitritts von 134 Mitgliedsstaaten gegen internationales Handelsrecht verstösst, indem es nichttarifäre Handelshemmnisse erzeugt. Das bedeutet im Umkehrschluss, dass Deutschland seine Souveränität über das Angebot gentechnisch veränderter Produkte gar nicht wahrnehmen kann, solange auch in Deutschland gentechnisch veränderte Produkte angebaut und vertrieben werden.

Wie Sie bereits wissen, bergen Anbau und Konsum gentechnologisch modifizierter Produkte zum gegenwärtigen Zeitpunkt noch zu viele Risiken für die Gesundheit der Verbraucher, sowie für die Arten- und Sortenvielfalt. Erst kürzlich konnte z.B. nachgewiesen werden, dass viele gentechnisch veränderte Pflanzenarten neue, bisher gänzlich unbekannte Reihen an Histonen (Zellkernproteine) ausbilden, über deren Auswirkung auf die menschliche Gesundheit gegenwärtig noch nichts gesagt werden kann, ausser dass von Histonen bekannt ist, dass sie die Epigenese (Veränderung der DNA-Sequenz) entscheidend beeinflussen. Zudem ist mittlerweile bekannt, dass große Biotechnologieunternehmen wie Monsanto, diese Ausbildung neuer Proteine während der Zulassungsverfahren wissentlich verschwiegen und unabhängige Kontrollen teilweise aktiv behindert haben.

Herr Seehofer, machen Sie sich nicht zum Mitwisser und Mittäter einer korrupten Biotechnologiemafia! Setzen Sie ein Zeichen gegen die verlogene "Feed the world"-Kampagne der Biotechnologiefirmen und stoppen Sie Anbau und Verkauf gentechnisch veränderter Produkte. Nur ein vollständiges Verbot für Anbau und Verkauf von Genfood kann Verbrauchersicherheit und Biodiversität gewährleisten! Schieben Sie diese Verantwortung nicht an internationale Gremien ab, sondern tun Sie Ihren Job! Das ist der Wählerauftrag, der Ihnen für diese Legislaturperiode gegeben wurde. Bislang hörten wir von Ihnen nur beschwichtigende Worte und sahen ein Verhalten, das schon fast als Lobbying für die Biotechnologie angesehen werden könnte.

Wir Wähler erwarten, dass Sie nun entschiedene Schritte unternehmen, sich für ein Verbot des Anbaus und Verkaufs von gentechnisch modifizierten Produkten einsetzen und endlich anfangen, die Interessen Ihrer Wähler wahrzunehmen.

Mit freundlichen Grüßen,
Jochen Gottwald

@ all:
Wenn Ihr auch auf die Unterschriftenliste wollt, meldet Euch bitte in den Kommentaren oder schreibt einen eigenen Artikel, der hierher verweist (dann aber bitte den Ping nicht vergessen, damit ich das auch mitbekomme). Ich werde, wie immer, alle Namen auf die Unterschriftenliste sezten und Euren Beitrag mitverlinken.

Update: Na, dann kann’s ja losgehen, die ersten virtuellen Unterschriften trudeln ein. Gleich am Anfang ein richtig dicker Artikel von gebloggte Welten, der auch einen Augenzeugen für Monsantos Verschleierungstaktik mitverlinkt und Beweise für den Kuhandel zwischen Monsanto und der Federal Drug Agency (FDA) erbringt. Der Eckpfeiler unterstützt die Aktion auch, obwohl er gerade mit Erkältung im Bett liegt. Das nenne ich Einsatz. Gute Besserung von hier. Artur ist der Dritte im Bunde und trifft einen Punkt ganz richtig: "der Widerstand muss…permanent nervig werden". Momo Rules von Metalust & Subdiskurse diskutiert das Theorem, daß man nur in einem Rahmen handeln solle, innerhalb dessen die Handlungsfolgen revidierbar und kontrollierbar bleiben. Wer dazu mehr wissen will, der google doch mal nach "Hans Jonas". Jens Berke von von naturbelastet.de schiebt ein Video hinterher, das belegt, wie Monsanto - inhaltlich erfolgreich - versucht hatte, die Ausstrahlung eines kritischen Berichts bei FOX zu unterdrücken. Auch Onno vom Konsumblog, der auch das interessante Blog jassesnee führt, unterstützt die Aktion und Kollegin mutant verlinkt einen sehr interessanten Artikel mit dem Titel "Why organic", der vor allem Eines zeigt: Bio ist Trend und je mehr Produzenten auf einmal alle "bio" sein wollen, desto wichtiger ist ein gut funktionierendes und vor allem unabhängiges Zertifizierungs- und Monitoringsystem, sonst ist "bio" nämlich bald nicht mehr "bio". Michael Wenzl von den Farmbloggern verweist auf einen hervorragenden Artikel auf Telepolis zum 10-jährigen Geburtstag der "grünen" Gentechnik.

Unterstützer
Gebloggte Welten
Der Eckpfeiler
artur - the easy rider
Metalust & Subdiskurse
Naturbelastet
Konsumblog
jassesnee
Die Farmblogger



October 22, 2006

VERSTECKTE IRONIE

Filed under: Panorama - word2go @ 5:39 pm

Ja, wo ist sie denn?

ONLINEPETITION GEGEN WAHLCOMPUTER

Filed under: Politisches - word2go @ 10:38 am

Bei Kiri bin ich darauf aufmerksam geworden, dass Tobias Hahn eine öffentliche Petition für ein Verbot von Wahlcomputern angestrengt hat. Ich habe diese Petition unterschrieben, weil ich glaube,

- dass Wahlcomputer nicht manipulationssicher sind
- dass eine Wahl zu wichtig ist, als dass man sich hier auf das ordnungsgemäße Funktionieren des Wahlcomputers verlassen sollte
- dass die Kontrolle durch Innenministerium und Hersteller erstens nicht ausreicht und zweitens Manipulationswilligen Tür und Tor öffnet
- dass korrekte Nachzählungen durch das Fehlen physischer Wahlzettel nahezu unmöglich sind
- dass Wahlcomputer durch diese Mängel grundsätzlich das Prinzip freier, gleicher und geheimer Wahlen verletzen.

Die Petition kann hier unterschrieben werden. Wer sich wundert, warum die Seite auf einem schottischen Server gehostet ist, der möge diese Erklärung des deutschen Bundestags lesen.

October 20, 2006

HE BAB, ‘S SCHEISSPAPIA IS GOA

Filed under: Panorama, Satirisches - word2go @ 5:24 pm

Boah leg, des is ad eh voi da hammer, des glaubst ja ned. Da stengan se a boa oide Bekannte vo Plalling und de Örpfeäcker aussenrum hi und vahunzn Poip Fiktschn. Niedabaian rulez, sog i doch scho imma!

Neiziagn Leidln!

October 19, 2006

NACHTRAG ZUR GREENPEACE-AKTION GEGEN LANDLIEBE

Filed under: Panorama, Umwelt - word2go @ 9:00 am
Nachdem Greenpeace entdeckt hatte, dass Landliebe Produkte aus Milch von Kühen herstellt, die mit MON810 gefüttert werden, hatten mehrere Greenpeace-Mitglieder Landliebeprodukte in ausgewählten Supermärkten mit dem Verweis "Hergestellt mit Gentechnik" versehen. Unter anderem besuchten sie auch den Laden unseres allseits beliebten Shopbloggers. Dieser liess es sich nicht nehmen, gleich mal einen bösen Artikel zur Aktion zu schreiben und auch die Reaktionen in den Kommentaren spiegeln zum Teil ein verheerendes Bild der deutschen Bewusstseinslage wider. Ein kleines Beispiel:

Find ich jetzt nicht so schlimm. Wehret den Anfängen. Nur dumme Menschen kaufen und essen GVO.#2 Jürgen am 02.10.2006 13:27

Damit würdest du mir Dummheit unterstellen. Daß Landliebe genmanipuliert ist, wusste ich nicht. Mal davon abgesehen ist es schlicht und ergreifend nicht richtig, nen Ladenbesitzer, der den Kram schließlich nicht herstellt das Geschäft mit solchen Aufklebern zu versauen.

Ich bin ja auch für Umweltschutz aber: diese Aufkleber landen eh auf dem Müll. Und den 08/15-Kunden interessiert es eh nicht, was er isst, hauptsache billig.
#2.1 Marcel (Homepage) am 02.10.2006 13:46

Aha! Marcel wusste zwar nicht, dass Landliebe genmanipuliert ist, will aber trotzdem nicht über den Sachverhalt informiert werden, weil der Deutsche eh alles frisst, was billig ist. Oder anders: er will zwar nicht "dumm" genannt werden, der Dummheit aber auch nicht entfliehen. Das nenn’ ich ja mal eine konsistente Argumentation.

"Ich bin ja auch für…, aber…", diese hilflose Floskel, die überall da angebracht wird, wo es ans eigene Säckel, ans eigene Gewissen oder einfach an die Notwendigkeit geht, endlich mal den eigenen Arsch hochzubekommen und etwas zu tun anstatt nur zu brabbeln, sie scheint uns eingeimpft von einer  erbärmlich fatalistischen Unternehmenskultur: "es ist, wie es ist; man kann ja doch nichts ändern; der Verbraucher hat ja keine Macht…" Ja verdammt Jungs, macht doch mal die Augen auf! Das ist doch genau das, worüber Ihr Euch aufregt! Greenpeace hat mit dieser Aktion an Eure Macht appelliert! Und kaum merkt Ihr, dass Ihr sie habt, zieht Ihr den Schwanz ein: "So was darf man doch dem Unternehmer nicht antun, der ist doch nicht schuld daran…" Ja, Macht zu haben ist leider nicht ganz so einfach, wie das Gehirn an der Ladentür abzugeben, man kommt eben in Gewissenskonflikte. Gewöhnt Euch schon mal dran! Schliesslich habt Ihr die Wahl und der Ladenbesitzer hat auch die Wahl. Er kann die Landliebeprodukte nämlich ganz einfach aus seinem Sortiment entfernen und durch andere Produkte ersetzen und schon ist der Verlust passé. So funktioniert das Prinzip von Angebot und Nachfrage.

Und wenn Ihr jetzt noch einen Schritt weiter denkt und Euch endlich mal informiert, dann werdet Ihr sehen, dass gentechnisch veränderte Produkte genau dieses Prinzip von Angebot und Nachfrage ausser Kraft setzen. Ihr werdet bald nicht mehr die Wahl haben, wenn Ihr Euch nicht wehrt!

So, und wer meine Schimpftirade bis hierher durchgehalten hat und mich noch immer nicht für einen Arsch hält, der darf gerne hier klicken und den offenen Brief an Horst Seehofer unterzeichnen.

DIE NAZIS VON ESPRIT

Filed under: Panorama - word2go @ 7:24 am

Das hier ist ein Lederknopf:

und den gibt’s hier zu kaufen. Lederknöpfe sehen so aus.

Harmlos denkt Ihr? Nicht wenn es nach der Staatsanwaltschaft Ratingen geht. Die ermittelt nämlich nun gegen ESPRIT wegen "Verwendens von Kennzeichen verfassungsfeindlicher Organisationen", weil ESPRIT in der neuen Herbstkollektion eine Strickjacke mit ähnlichen Lederknöpfen verkauft. Nach dem grotesken Stuttgarter Urteil gegen den "Nix-Gut-Versand" steigt also nun der Kopfschüttelfaktor über die bundesdeutsche Justiz ins Unendliche. Dabei gäbe es so viel, was an ESPRIT tatsächlich auszusetzen wäre.

October 18, 2006

WARUM WIR POPPEN?

Filed under: Musikalisches - word2go @ 5:53 pm

O.k., bei U2s "Sunday, bloody sunday", Eddie Grants "Gimme hope Joanna" oder Don McLeans "American Pie", werden es die Meisten wohl wissen. Aber warum schrieb Sting "Russians", die Eagles "Hotel California" oder Alannah Myles "Black Velvet"? Die Antwort gibt’s bei Jochen Scheytt: Popsongs und ihre Hintergründe…

via Endl.de

October 15, 2006

WENN WISSENSCHAFT KEIN WISSEN SCHAFFT

Filed under: Panorama, Umwelt - word2go @ 5:52 pm


Naturbelastet, ein Blog, das sich sehr profund für mehr Humus im Hirn einsetzt und deshalb hier zukünftig links unter Links verzeichnet ist, verweist auf einen wissenschaftlichen Artikel, der sich kritisch mit dem boomenden Ökomarkt beschäftigt und stellt sich angesichts der rationalistischen Methode des Autors die Frage, ob man widersprüchliches Umweltverhalten mathematisch berechnen kann. Neugierig, wie ich eben bin, bin ich dem Link zum Artikel mal gefolgt und habe mich anfangs sogar ein wenig gefreut. Einfach, weil es schön ist, wenn man kritische Stimmen zum Ökomarkt einmal jenseits des Stammtischniveaus der beiden Ex-Leninisten Knaxheimer und Kniersch lesen darf.

Kurz zusammengefasst, macht sich der Autor der Untersuchung darüber Gedanken, wie sich der private Konsum von Ökoprodukten auf die Verfügbarkeit des öffentlichen Gutes "Umweltschutz" auswirkt und kommt zu der interessanten These, dass sich ein vermehrter privater Konsum von Ökoprodukten unter Umständen negativ auf das Gut Umweltschutz, sowie die öffentliche Wohlfahrt auswirkt. Nämlich dann, wenn dieser gestiegene Konsum zur Verringerung des Spendenaufkommens, bzw. zu nicht-ökologischen Konsumentscheidungen bei anderen Produkten führt. Sprich: kauft der Konsument verstärkt teure Ökomöhrchen und kann sich deswegen die Bioseife nicht mehr leisten, greift er zur konventionellen Billigseife und trägt damit zur Verunreinigung der Gewässer bei. Dies beweist er durch eine Reihe mathematischer Berechnungen unter der Annahme vollkommener individueller Rationalität bei der Kaufentscheidung.

Die Berechnungen sind soweit korrekt, es sind Standardnutzenfunktionen und nicht weiter anfechtbar. Jedoch macht der Autor den methodischen Fehler, unbewusste Zusatzannahmen zu treffen, die in das Modell miteinfließen, die Realität nicht berücksichtigen und damit die Ergebnisse verfälschen. Drei Fehler sind dabei besonders auffällig:

1. eine sträfliche Vernachlässigung des Komplementärgütereffekts
2. die nicht erwähnte Zusatzannahme eines gleichmässigen Wachstums
3. die nicht erwähnte Zusatzannahme eines Nullsummenspiels

Unterstellt man nun rationales Konsumverhalten (klare Präferenzordnung, Ausschöpfung der Kaufkraft), ist bei diesen Zusatzannahmen eigentlich schon im Vorfeld klar, dass dem untersuchten Produktmarkt eine negative Wachstumsprognose gestellt wird. Ohne zusätzliche Komplementärguter (also diese Güter, die benötigt werden, um ein ökologisch verträgliches Produkt zu erzeugen, bzw. solche Güter, die typischerweise bei Genuss eines ökologischen Produktes mitkonsumiert werden) wäre es tatsächlich so, dass sich der "Kauf des ökologischen Produktes" und alternativ "die Spende für ein Ökoprojekt" bei der Erzeugung des öffentlichen Gutes "Umwelterhaltung" substituieren. Soll heißen: kauft der Kunde das Produkt, hat er kein Geld mehr für die Spende. Der Zugewinn an Umweltschutz wäre in diesem Fall also keiner.

Die Realität ist jedoch kein Nullsummenspiel, d.h. nicht jeder Konsument ist zum Startpunkt der Betrachtung gleichzeitig "Wollsockenträger" und "edler Spender", der sich für eine der beiden Optionen entscheiden muss. Beide Märkte können also unabhängig voneinander, sprich ungleichmässig wachsen. Woher der Autor die Annahme nimmt, dass beide Märkte aneinander gekoppelt sind, würde ich gerne wissen.

Selbst wenn die Märkte aneinander gekoppelt wären, bleibt der Komplementärgütereffekt. Dieser induziert ja Investitionen in die Produktion von sekundären, nachhaltigen Technologien, die bei einer reinen Spende nicht auftreten. D.h., selbst wenn der Kauf von Ökoprodukten dem Konsumenten das Geld nimmt, für Ökoprojekte zu spenden, hat der Kauf von Ökoprodukten eine höhere Wirkung auf den Schutz der Umwelt, als die Spende. Es entsteht ein Bruttozugewinn an Umweltschutz.

So sauber die Studie auch ansonsten gerechnet ist, die methodologischen Fehler lassen nur ein Urteil zu: ab damit in die Mülltonne und auf in den Biomarkt.

KIMS GEHEIMNIS

Filed under: Politisches, Panorama - word2go @ 3:47 pm





Wie kann sich eigentlich jemand Atomwaffen kaufen, der sich noch nicht einmal einen Modeberater leisten kann?

Ach so!






DIE ERFINDUNG DES PRÄEMPTIVEN GEHORSAMS

Filed under: Uncategorized - word2go @ 2:37 pm

Klasse Analyse des Streits um die Idomeneo_Inszenierung bei Too Much Cookies Network. Lesen!

via Dialog International

October 10, 2006

MC WINKEL VERSTEIGERT HEISSES HÖSCHEN!

Filed under: Panorama - word2go @ 5:56 pm
 
Manche Aktionen muss man einfach unterstützen! Gerade wo ich heute morgen noch dezent darauf hingewiesen hatte, dass ich gewisse Zwischenmenschlichkeiten in Kleinbloggersdorf ganz schön nervig finde, straft mich der MC Winkel Lügen. Ein Hoch der intervirtuellen Solidarität!

Dem MC sein Vadder sein Sohn versteigert seine Unterwäsche bei Ebay und gibt noch eine Buddel Holsten, ein Lavazza-Pad, einen duften Sargnagel und eine Überraschungs-CD oben drauf, um Blogger Mario zu helfen, der abgemahnt wurde, weil er die "Blog-this" Funktion auf Flickr genutzt hatte.



Also Leute, ran an’s Sparschwein! So leicht kommt ihr dem MC nie wieder an die getragene Wäsche, obwohl ich als Bayer persönlich ja SacFree und ‘ne Flasche August bevorzugen würde.

STILBLÜTEN DER BLOGOSPHÄRE

Filed under: Panorama - word2go @ 11:13 am
Ob der Don Dein Blog gut findet, sagt Dir der Robert (nicht). Langsam wird’s Zeit für ein Blog über Kollegenschelte. Sheltermytemper.de oder so ähnlich. Da darf man dann ganz ohne Hintergrund diskutieren, ob Mann sich lieb hat oder nicht. Und was der Don dazu sagen würde.

O meyer, meyer, meyer…

October 9, 2006

FRAUEN EBEN…

Filed under: Uncategorized - word2go @ 6:37 pm

Ich: "Süsse, möchtest Du auch eine Pizza?"
Sie: "Ach, ich würde schon mitessen!"

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