SPAREN FÄNGT BEIM DENKEN AN!

Mächtige Worte, die man eher bei einem Greenpeace-Aktivisten vermuten sollte, lässt unser Bundesumweltminister Sigmar Gabriel da vom Stapel. Leider hört die "Einfachheit" der komplexen Wirkungen des bundesdeutschen Energiebedarfs auf das globale Klima für Gabriel dort auf, wo der Respekt vor der Energielobby beginnt. Nichts als sinnentleerter Populismus bleibt mehr über, wenn man Gabriels Vorschläge für die nationale Regelung des Emissionshandels betrachtet, über die in den nächsten Wochen im Bundestag abgestimmt werden soll.
Kohlekraftwerken sollen, diesen Vorschlägen zu Folge, doppelt soviele Emissionszertifikate zugestanden werden, wie Gaskraftwerken. Ein umweltpolitischer Faux-pas, zweifelsfrei. Doch auch dem nicht so umweltbewussten Bundesbürger dürfte angesichts der Vorschläge der Kragen platzen. Die Bundesregierung will ihre Zertifikate für den Zeitraum von 2008 bis 2012 nämlich kostenlos verteilen, obwohl die europäische Richtlinie vorsieht, zwischen 5-10% der Zertifikate zu versteigern. Etwa 15 Milliarden gingen dem deutschen Staat so durch die Lappen. Schlimmer noch, die Bundesregierung wirft bereits heute ihre Zertifikate in solchen Unmengen auf den Markt, dass die Unternehmen sie gar nicht benötigen und an der Börse zu Geld machen. Und das, ohne auch nur ein einziges Gramm an CO2 eingespart zu haben. Man möchte fast glauben, unser Staat bräuchte kein Geld!















