Wer googlen kann, ist klar im Vorteil
Die "Umweltschützer" bei Politically Incorrect - die ich bezugnehmend auf Carl Amerys hervorragendes Buch "Hitler als Vorläufer" ab sofort nur noch als "Hitlers Erben" bezeichnen werde - brachten gestern einen "tollen" Gastbeitrag, in der die Autorin Kybeline den Umweltschützern in Deutschland vorwirft, dass ihnen der Bau einer Atomkraftanlage im türkischen Sinop vollkommen egal sei, weil die Türkei ja NATO-Mitglied und daher zum Bau einer solchen Anlage berechtigt sei. Das fehlende Interesse der Deutschen am türkischen Umweltschutz beweist sie deutlich anhand einer Google-Suchanfrage, die für die Schlagworte "Türkei" und "Umweltschutz" nur 6 Treffer erzielt.
6 Treffer? Wie skandalös!! Die Deutschen sind ja richtige Umweltschweine muss man daraus fordern. Wieder einmal hat PI die Doppelmoral der Grünen scharfsinnig entlarvt!
Schade nur für den Demagogie-Effekt, dass Frau Kybeline die Suchanfrage gleich mitverlinkt hat. Wer dem Link folgt, sieht, dass sie nach "Türkei/Umweltschutz" gesucht hat. Dabei ist doch selbst demjenigen, der noch nie etwas von bool’schen Operatoren gehört hat, ziemlich klar, dass der Begriff "Türkei/Umweltschutz" in der Praxis deutscher Rechtschreibung ziemlich selten vorkommen dürfte. Der findige Internetdetektiv, auch Infobroker genannt, ersetzt nun kurzerhand den Schrägstrich durch ein Komma und siehe da: 811.000 Treffer.
Nun mag der findige Demagoge erwidern: "Ja, aber da sind doch bestimmt lauter irrelevante Seiten dabei, auf denen rein zufällig auch die Begriffe "Türkei" und "Umweltschutz" enthalten sind."
Gut, Relevanz lässt sich oft dadurch erkennen, dass man hinter den Suchbegriffen ein "pdf" hängt. Pdf’s werden nämlich noch immer vorwiegend von wissenschaftlichen oder offiziellen Institutionen erzeugt. Diese Suche bringt noch immer 189.000 Treffer, darunter viele Pressemeldungen, Fachartikel, Positionspapiere, Regelungen der Europäischen Kommission zu türkischen Umwelt-NGOs und vieles mehr.
Und wer sogar die ketzerische Verve besitzt, direkt nach den Begriffen "Atomkraftwerk" und "Sinop" zu suchen, findet endlich die Stimme der von PI gescholtenen Umweltaktivisten. Z.B. Robin Wood bereits im Jahr 2000, die Anti-Atom Community oder auch Greenpeace, die im April übrigens ein hervorragende Spezialausgabe "zur Lage in der Türkei" brachten, in der die Organisation v.a. die Situation von Mädchen und Frauen anprangerte, eine Fähigkeit, die PI ja jedem "Liberalen" abspricht.
q.e.d.















