Nur Gedanken

June 30, 2006

Ohne Holland…

Filed under: Uncategorized - word2go @ 9:43 am

gefunden beim Eckpfeiler

Bloginterna

Filed under: Uncategorized - word2go @ 8:05 am

Nachdem sich hier ja nun einiges geändert hat, ein paar Infos. Im rechten Frame gibt’s ab jetzt Werbung. Dort findet Ihr - falls ihr mit Mozilla unterwegs seid, doch dazu später - unter "Gedrucktes" meinen Ebayshop, ein kleines, süßes Buchantiquariat. Das Foto zeigt meine Bibliothek, ein Traum, an dem ich die letzten Monate geschreinert habe. Wer wissen will, wie man an eine eigene Bibliothek kommt, ohne gleich 10 000 Euronen zu berappen also bitte bei mir melden. Jeder Arbeitsschritt ca 800-1000 mal selbst vollzogen:)

 

Wie Ihr seht, ist es noch ein klein wenig unaufgeräumt, die Zierleisten a der Decke und die Schubladen fehlen noch, usw. Auf jeden Fall steht ein Teil der Bücher zum Verkauf, wenn Ihr also mal Lust auf ein gutes Buch oder ganze Sammlungen habt, guckt doch einfach mal rein in den Shop.

O.K., genug der Werbung. Ich habe, wie schon angedeutet ein ganz konkretes Problem mit meinem Wordpress Theme, es sieht im Internet Explorer einfach ganz furchtbar aus, manche Skripte, wie das von Ebay, werden überhaupt nicht angezeigt. Wer weiss, wie ich mein Blog auch im IE zum Glänzen bringe? Bitte um tatkräftigen Rat! Ich hab’ ja keine Lust, Euch zu vergraulen, nur weil ich zu dumm bin style sheets zu schreiben:)

Und noch etwas Neues. Word2go wird in nächster Zeit voraussichtlich zwei neue Mitschreiber bekommen, damit so etwas wie die letzten drei Monate nicht mehr vorkommt. Ganz konkret wird es eine Musikredaktion geben, alles andere steht noch in den Sternen. Ach ja, wer Lust hat, für word2go Literaturrezensionen zu erstellen, ist mit offenen Armen willkommen!

June 29, 2006

Warum die Killer Coke Kampagne ein Vorzeichen der Apokalypse ist

Filed under: Satirisches - word2go @ 10:27 am

Eigentlich wollte ich anlässlich meines lange überfälligen Comebacks in die Bloggosphäre ja einen eigenen Artikel zu Coca Cola, Gewerkschaften, Kolumbien und Indien schreiben, doch dann stieß ich auf ein unveröffentlichtes Manuskript des Autorenduos Knaxheimer und Kniersch (mit langem ieeeeee), die von vielen ja offensichtlich als die unerträglichsten Symbionten der Spezies "Zeilenhonorarnutten" betrachtet werden. Zwei, die gegen Bares für fast jeden Erdöl-, Biotech- oder Pharmamulti die Beine breit machen, um diesen Unternehmen - quasi als letzte Verteidigungsbastion gegen die drohende Machtergreifung der Ökolobbyisten - den Pinsel zu halten.  So der Volksmund…

Dabei haben die beiden, meiner Meinung nach, einen unnachahmlichen Schreibstil, gespickt mit Finesse und brachialer Logik, die ans Metaphysische grenzt. Niemand kann ein Argument der "Loony Left" so schön auseinandernehmen wie Knaxheimer und Kniersch. Vielleicht, weil sie in früherer Jugendzeit Mao als Bettlektüre genossen hatten? Vielleicht, weil sie rechtzeitig den Sprung ans rettende Ufer jenseits der reißenden Fluten schnöder materialistischer Dialektik geschafft haben? Ich weiss es nicht. Wahrscheinlich hat sich ihr Freundeskreis einfach nicht adequat zu ihrem geistigen Horizont entwickelt. Jedenfalls beweisen Knaxheimer und Kniersch in ihrem Pamphlet "Warum die Killer Coke Kampagne ein Vorzeichen der Apokalypse ist" wieder einmal, dass für guten Journalismus nicht Recherche, sondern geistige Schärfe gefragt ist. Schon Kant hatte ja bewiesen, dass man seinen Schreibtisch nicht verlassen muss, wenn man sowieso ganz genau weiss, was am anderen Ende der Welt passiert. Aber jetzt will ich besagten Artikel nicht länger vorenthalten. Here you got it, enjoy!

 

Warum die Killer Coke Kampagne ein Vorzeichen der Apokalypse ist
von Knaxheimer und Kniersch

Ich sehe es geradezu vor meinem geistigen Auge: gemütlich und selbstverliebt lehnt sich Vandana Shiva in ihrem goldenen, mit "Egoiste" gefülltem Jakuzi zurück, gönnt sich einen Schluck Champagner und genießt dabei die leichten, fein vibrierenden Zungenschläge ihres Lieblingsbangladeshi. Und ich spüre, wie sie ihren Triumph auskostet. Die fette Wachtel, die mit Umweltaktivismus mehr Geld verdient als Bill Gates mit seinen - übrigens vorzüglichen - Softwareprogrammen, hat es wieder einmal geschafft die gesamte Welt zu täuschen, die sich nun beängstigt um die Wasservorräte in Kerala sorgt und Coca Cola, die amerikanischste unter allen global vertriebenen braunen Brausen, mißtrauisch beäugt. Dem Himmel sei Dank ermöglicht gerade die Fußballweltmeisterschaft dem Konzern mittels eines fröhlichen Liedchens seine Schokoladenseite zu zeigen. Was sonst los wäre in diesem Land des Minderheitenschutzes und der Lehnstuhlsozialisten möchte ich mir gar nicht erst vorstellen. Eine Katastrophe für die globale Marktwirtschaft. Benutzen Sie nur einmal kurz Ihren klaren Verstand und Ihre Phantasie, um sich der Folgen bewusst zu werden, die es hätte, wenn plötzlich Millionen Landinder von Großkonzernen wie Coca Cola einen gleichberechtigten Zugang zu indischem Grundwasser fordern würden. Richtig! Verdorrte Böden, ausgeschöpfte Quellen, Hungersnöte… Es ist keine Binsenweisheit, dass die Almende als historische Form der Agrarökonomie schlichtweg versagt hat. Doch solange skrupel- und gewissenlose Lobbyisten wie Vandana Shiva unserem heilbringenden Modernisierungsparadigma die Macht der ungebildeten Massen entgegenschleudern, solange wird die verträumte Linke hierzulande nicht merken, dass Hydromisswirtschaft in Kerala auch unmittelbare Folgen auf den Coca Cola Konsum in Europa hätte. Es ist daher nur recht und billig, dass Coca Cola zu notwendigen Täuschungsmanövern greift und Inspektionen auf dem Werksgelände untersagt, um eine Erschöpfung der Ressourcen zu vermeiden und damit Millionen indischer Kinder zu retten. Die "noble Lüge"… nirgends ist sie so notwendig wie hier.

Ein weiteres, gerne gebrauchtes Argument von Vandana Shiva ist die angebliche Verschmutzung des Trinkwassers durch Coca Cola. Sie tut dabei ja gerade so als hätten die Inder vorher über Jahrtausende nichts anderes getrunken als reinstes Evian. Neueste Studien aus Harvard, Berkley und anderen Forschungsinstituten belegen jedoch hieb- und stichfest, dass Schmutz positive Auswirkungen auf das Immunsystem hat. Nein, solche Wahrheiten gehören natürlich nicht zum Repertoire der Fortschrittsphobiker. Sie schreien lieber "Coca Cola und Monsanto raus" und phantasieren über die negativen Folgen von Genfood auf die menschliche Gesundheit. Dabei nähmen sie billigend in Kauf, wenn in der Dritten Welt Milliarden Säuglinge an Allergien zu Grunde gingen. Allergien, die durch eine zu sterile Bewirtschaftung zustande kämen.

Die größte Gefahr für das Image aller globalen Marken geht im Fall von Coca Cola diesmal ausnahmsweise nicht von Vandana Shiva aus, sondern von der kolumbianischen Gewerkschaftsorganisation Sinaltrainal, die Coca Cola allen Ernstes beschuldigt, unliebsame Gewerkschaftsmitglieder von Paramilitärs exekutieren zu lassen. Ich frage: wie sollen fürsorgliche Großkonzerne wie Coca Cola oder NestlĂ© solch unterentwickelten Ländern denn noch auf die Beine helfen, wenn das der Dank dafür ist? Die Anschuldigungen sind aus der Luft gegriffen und durch nichts zu belegen. Kolumbien ist ja eigentlich so etwas wie eine gesetzesbefreite Zone. Da bringt Jeder Jeden um! Das sollte jedem vernünftig denkenden Menschen sofort einleuchten.

Aber nein, das von den intellektuellen Tagträumern Russell und Sarte gegründete "permanente Tribunal der Völker" ist sich mal wieder nicht zu Schade sofort über Coca Cola und NestlĂ© Gericht zu sitzen und sie auch noch schuldig zu befinden. Ein Käfig voller linker Narren, die komplexe Kausalitäten ausmachen wollen?! Was haben wir gelacht!! Und dass die liberalen Hosenscheißerchen in Harvard Coca Cola gleich von der Getränkekarte gestrichen haben war ja sowieso klar, um die sorgen wir uns gar nicht. Kopfzerbrechen bereiten viel eher die Folgen solcher linker Propaganda-Aktionen. Nicht, dass dadurch Investoren abgeschreckt würden. Die haben längst gelernt, sich in semi-anarchischen Staatsgebilden zurechtzufinden. Nein viel eher machen wir uns Sorgen um die Gemütsverfassung des gemeinen europäischen Volkes. Es ist doch immer die gleiche Abfolge: einer posaunt, es folgt ein allgemeiner Aufschrei, ein paar vereinzelte Flugblättchen flattern durch’s Foyer der Münchner Uni, dann wird es wieder still und alle sonnen sich in der Zufriedenheit mal wieder etwas getan zu haben. Das war bei Vietnam so, beim Robbenschlachten, in Wackersdorf, bei Shell… Heute führen wir noch immer Kriege, tragen noch immer Pelze, beziehen billigen Atomstrom aus Tschechien und glauben Shell ganz vorbehaltlos, dass unser Staat ein echt mieser Abzocker und der alleinige Schuldige am hohen Benzinpreis ist. Wie schön wäre es doch, wenn die Linken endlich mal den Kopf zumachen und uns verantwortungsvolle Menschen unseren Job machen lassen würden, anstatt den Rest der Nation in der Illusion der Selbstbestimmung zu wiegen.

Und hier haben wir die Gefahr der von Sinaltrainal losgetretenen Killer Coke Kampagne schwarz auf weiss: kritisches Denken macht faul! Nicht den Denker, sondern das Volk für das gedacht wird. Es wird unfähig, das gute vom Bösen zu unterscheiden, lethargisch und gesinnungskonservativ. Schmeißt sich in die pazifistische Waagschale wenn Virtu, brüllt nach Veränderung wenn Besonnenheit gefragt wäre. Nichts als das prinzipienlose Prinzip der Existenz ist ihnen mehr heilig und die Polis versinkt im fadenscheinigen Glanze des Weltbürgertums - doch Gott vergib ihnen, denn sie wissen nicht was sie tun.
 

Update

Deutsche Blogs, die sich mit dem Thema Killer Coke beschäftigen:

 
Weltregierung
Konsumblog
Hokeys Blog
Dominiks Weblog
Wunderblume
istZiemlich
5V3N.5P4C3
Schwarzfahrer
Willkommen am GPunkt 
Spiikey’s Space 
Meine Nachrichten
Honc-Blog
Room for Thoughts
Fashion Victim’s Paradise

 

June 18, 2006

Bruno, der alles ausser “Irdische”

Filed under: Satirisches - word2go @ 6:26 am
Ich glaube, man hat uns einen Bären aufgebunden! Meister Petz ist ja gar nicht mehr aus den Schlagzeilen zu vertreiben und so langsam erinnert mich das an fliegende Untertassen und grüne Männchen. Beim Gassi gehen, beim Pinkeln im Freien…, manch einer will ihn sogar angefahren haben. Und dann holen sie sich auch noch finnische Jäger von ganz da Oben, wo sie Erfahrung mit ko(s)mischer Himmelsbeleuchtung haben. Wird Zeit, dass er jemanden aus dem Bett in sein Raumschiff holt Ne, ne… Lasst den Dicken doch endlich… *geht sich Bärlauchcreme auf die Zunge pinseln und legt sich auf die Lauer*

June 11, 2006

WM auf Laska

Filed under: Panorama, Werbung - word2go @ 4:45 am

Ja, ich weiss! Ich sollte mich eigentlich entschuldigen für meine lange Abstinenz. Es ist ja nicht so, dass mir die Fingerkuppen abgefault oder sonstige körperliche Hindernisse aufgetreten wären, die mich vom Lamentieren abhielten. War einfach nur faul, hatte besseres zu tun… bla, bla… Und außerdem hab’ ich mal kurz die Location gewechselt, die Virtuelle, meine ich. In Echtwelt sitze ich noch immer in Bamberg, warte auf die Finanzierungszusage für meine Dissertation und war zwischendurch mal beim Arbeitsamt, nur um zu erfahren, dass das große deutsche Softwareunternehmen bei dem ich während der letzten fünf Jahre meines Studiums beschäftigt war, es selbst bei einem durchschnittlichen Nettoeinkommen von 1500€ aufwärts nicht für nötig gehalten hatte, Arbeitslosenversicherung abzuführen. Also ab in die unverschuldete Selbständigkeit, auch ein guter Grund für Blogabstinenz.

Apropos Grund. Der Grund für meine kurzfristige Abstinenz von der Abstinenz ist nicht - da muss ich den linksliberalen Teil meiner Leserschaft leider enttäuschen - das menschenrechtsverletzende Verhalten des WM-Sponsors Coca Cola in Kolumbien und Indien, sondern das sportreporterische Über-Ich, welches gerade bei unserer geschätzten Bloggerkollegin Elsa Laska zur absoluten Hochform aufläuft. Elsa, davon will ich ‘nen Podcast haben, gerade weil Bela Rethy anscheinend nicht nach Zeilen sondern nur nach Präsenz bezahlt wird. - und weil ich den lehmann nicht leiden kann - Du bist die Göttin WM-Berichterstattung! Und dafür musste ich hier mal schnell Werbung machen.

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