Nur Gedanken

December 22, 2005

Frohe Weihnacht

Filed under: Uncategorized - word2go @ 10:23 am
 
Eigentlich wollte ich ja vor den Festtagen noch so einiges loswerden, z.B. über Evo Morales, ob man in Amiland jetzt besser "Happy Holidays" oder ein "blessed christmas" wünscht, warum die staade Zeit so trubelhaft ist, usw. usf…. Aber irgendwie ist es halt schon zu staad, mir fällt einfach nicht Gescheites ein und die gestiegene Glühweinfrequenz tut ihr Übriges dazu. Deshalb hier nur

Frohe Weihnachten und einen guten Rutsch ins neue Jahr! Dass mir auch Keiner mit dem Rauchen und v.a. mit dem Schreiben aufhört!

See you next year!

Jochen

December 21, 2005

Seehofers Lobby

Filed under: Politisches, Umwelt - word2go @ 10:20 am
 
Das Leben ist schon sehr komplex. Nur selten bekommt man daher die Gelegenheit Aktionen unserer Politiker so sauber zu evaluieren, wie im Fall von Horst Seehofer. Hierzu reichen ein paar Daten und vier Graphen. Fangen wir an:

- am 7. Dezember kündigt Seehofer einen Gesetzentwurf an, der die Kommunen von der Flächenerhebung nach Art der geplanten Nutzung entpflichtet. Auch die Erntekontrollen sollen entfallen.

- am 8. Dezember versichert Seehofer, dass er es gut findet, dass Bauern erst einen Nachweis erbringen müssen, wenn sie glauben, dass ihr Saatgut gentechnisch verunreinigt wurde. Gleichzeitig kündigte er an, dass man darüber nachdenken könne, das Verursacherprinzip zu lockern.

- am 14. Dezember kündigt Seehofer an, dass er die Unterstützung des Ökoanbaus zurückfahren wolle und erlaubt den Anbau dreier genmanipulierter Maissorten aus dem Hause Monsanto und Pioneer.

dazu ein paar schöne Charts:

KWS SAAT AG


Monsanto


Syngenta


Zeneca


Nice!

Freiheit der Lehre im postliberalen Kontext

Filed under: Politisches, Panorama - word2go @ 10:16 am


Es war ein sonniger Montagmorgen. Zufrieden bugsierte Paul Mirecki seinen alten Wagen von der Haskell Avenue auf eine der alten Landstraßen, die typisch waren für das ländliche Kansas. Selten überfällt einen das Gefühl von Freiheit so wie hier. Die gelb leuchtenden Felder flüchten unter einem unendlich weiten Himmel mit dem Asphalt der Straße zu einem flimmernden Punkt am Horizont. Während Dwight Jochum aus dem Radio säuselte, verschwand Lawrence City langsam aus dem Rückspiegel.


Ja, Paul Mirecki konnte zufrieden sein. Er war Professor für Religion an der Universität von Kansas und gerade ein sehr gefragter Mann. Der Kurs, den er nächstes Semester anbieten wollte hatte landesweit öffentliches Aufsehen erregt, nachdem sich Senator Kay O’Connor darüber echauffierte, dass Mirecki darin "Intelligent Design" und Kreationismus als religiöse Mythologie darstellen und die Grenzen zur Wissenschaft aufzeigen wollte. Als einen Schlag ins Gesicht jeder jüdisch-christlichen Gemeinde hatte O’Connor Mireckis Vorhaben bezeichnet. Folglich sah sich Mirecki gerade an vorderster Front, an der Verteidigungslinie der seriösen Wissenschaften gegen den Einfall religiöser Eiferer.

Vergnügt trommelte er zum Takt der Musik mit den Fingern auf das Lenkrad und sah deswegen den schweren Pick-up Truck zu spät, der sich offensichtlich beim Überholmanöver verschätzt hatte und Mirecki dabei fast von der Fahrbahn drängte. „Verdammter Mist!“ Mirecki trat in die Eisen. Auch der Pick-up verlangsamte seine Fahrt und kam schließlich zum Stehen. Kaum hatte Mirecki angehalten und die Fahrertür geöffnet, waren sie auch schon bei ihm und zerrten ihn aus dem Wagen. Zwei Männer von derber Statur und mit von Kautabak gefärbtem Gebiss. Was er denn hier zu suchen habe, so ganz allein? Ob er sich denn nicht bewusst sei, dass er zur Zeit eine wandelnde Zielscheibe sei, der Herr Professor? Noch bevor Mirecki etwas erwidern konnte, schlugen sie auch schon zu. Mehrmals spürte er den heißkalten Aufprall einer Eisenstange, schmeckte das eigene Blut, fühlte das Abbrechen eines Zahnes. Erst als er zusammengekrümmt auf dem warmen Asphalt lag, ließen seine Angreifer von ihm ab, nicht ohne ihn vorher nochmals zu ermahnen, was er zu tun habe: den frevlerischen Kurs abzublasen, der ja wohl kaum Gottes Wille sein könne.

Die nächsten Tage wurden für das Opfer Mirecki zum Spießrutenlauf. Die Staatsanwaltschaft interessierte sich kaum für seinen Fall, Senator O’Conner intensivierte seine Kampagne und holte sich Unterstützung bei christlichen Fundamentalisten, die das Dekanat der Fakultät schließlich so lange belagerten und Mireckis Entlassung forderten, bis der Dekan nachgab. Mirecki wurde aus Angst um das Ansehen der Fakultät und um die Sicherheit der Forscher seines Postens als Chair of Religious Studies enthoben. So jedenfalls die offizielle Begründung.


Eine schöne Gruselgeschichte über das Amerika von morgen, die ich mir da ausgedacht habe? Leider nein. Alles wahr!

Berichte:
Kansas City Star
Kansan.com
MSNBC

Und die Antwort der religiösen Rechten (Vorsicht, harter Tobak!)

Townhall
Christian Science News
Free Republik

The strange world of Michelle Maulkin? Bitch!

PS: Michelle, my belle, if you should ever read this, although I doubt you ever considered learning a godless language, I’d suggest you to read what Robert Paxton once wrote about fascim. Your argument fulfills at least three of his ten definitions of fascism:

3. the belief that one’s group is a victim, a sentiment which justifies any action, without legal or moral limits, against the group’s enemies, both internal and external;

5. the need for closer integration of a purer community, by consent if possible, or by exclusionary violence if necessary;

8. the beauty of violence and the efficacy of will, when they are devoted to the group’s success;

December 20, 2005

Hat Hisbollah die Freilassung Osthoffs vermittelt?

Filed under: Politisches, Panorama - word2go @ 10:14 am
Am Donnerstag vergangener Woche wurde Mohammed Ali Hamadi, der für die Entführung einer TWA-Maschine 1985 in Beirut eine lebenslange Freiheitsstrafe im Gefängnis Schwalmstadt abzusitzen hatte, nach 18 Jahren vorzeitig aus der Haft entlassen.

Al-Jazeera, Reuters und die Deutsche Welle stellen sich angesichts seiner Freilassung nun die Frage, ob diese im Zusammenhang mit der Befreiung von Susanne Osthoff steht. Indizien dafür gibt es allerdings nur zwei: die beiden Freilassungen erfolgten im Abstand von nur zwei Tagen; libanesische Quellen wollen wissen, dass ein hochrangiger deutscher Diplomat vor ein paar Tagen Damaskus besucht habe.

Dagegen spricht, dass es in Deutschland Usus ist, nach 15 Jahren die Notwendigkeit der Inhaftierung zu überprüfen und dass die Frankfurter Staatsanwaltschaft angab, genau diesen langwierigen Überprüfungsprozess nun mit der Freilassung Hamadis beendet zu haben.

In der Regel glaube ich deutschen Justitzbeamten mehr als journalistischen Verschwörungstheoretikern. Sollte sich deren Vermutung jedoch bewahrheiten, dann hätten uns Merkel und Steinmeier ein ganz schönes Ei ins Nest gelegt. Wie sagte Helmut Schmidt so schön: "Man verhandelt nicht mit Terroristen!"

Snoopgate mit der kalten Schnauze

Filed under: Politisches, Panorama - word2go @ 10:12 am



Ich weiß nicht, was mir mehr Kopfzerbrechen bereiten sollte. Die neuerliche Meldung, dass Bush jr. sich mal wieder über amerikanische Bürgerrechte hinweggesetzt hat? Eigentlich eher weniger, solche Nachrichten sind wir diesseits des Atlantiks ja gewohnt, wer soll sich da überhaupt noch aufregen. Der mangelnde Einfallsreichtum amerikanischer Medien? Schon eher. Der große Lauschangriff auf das amerikanische Volk, äh t’schuldigung, auf al-Qaida, hat jetzt also einen Namen:
Snoopgate.

Verdanken tun wir diese wunderbare Wortschöpfung dem Journalisten Jonathan Alter, der in der neuesten Newsweek jubiliert:

Endlich haben wir in Washington einen Skandal, der über Sex, Korruption und politische Intrigen hinausgeht, ja, sich auf große Fragen wie Sicherheit, Freiheit und die Grenzen der Macht des Präsidenten erstreckt

Schön, aber leider wohl nicht auf die Phantasie der Journaille. Deren Horizont erstreckt sich anscheinend ausschließlich auf die "News" die hinter Bushs Betrug stecken. Wer als erster publiziert ist schließlich vorübergehend "King of Queens" und hat seine "15 Minuten Ruhm". Deswegen heisst der Skandal nun "Snoopgate" und nicht "operation enduring wiretapping", "one bug in Osama", "the great interceptor", oder "civil rights on trace".


Wieviel Gates wollen die eigentlich noch öffnen, bis sie Bush mal wirklich an die Wäsche gehen? Stattdessen sonnen sich die Liberalen immer wieder im nostalgischen Glanz von "Watergate" und streicheln sich gegenseitig die Eier.

Fade neue Welt!

Weiß-blaue Flitzer?

Filed under: Panorama - word2go @ 10:04 am
 
Drüben bei den Logenbloggern der Muppetshow wird zur Zeit eifrigst über die WM-Teilnahme des Iran lamentiert. Manchmal zwar etwas undifferenziert und recht nah am braunen Rand aber man sollte den beiden alten Herren nicht den Vorwurf machen, dass sich immer mehr politische Vollpfosten auf ihr Blog verirren, nur weil die nicht zwischen liberal, libertär, konservativ und dem Attribut neo- unterscheiden können.
 
In seinem letzten Beitrag über einen Aufruf des Vorsitzenden der zionistischen Organisation Frankfurt e.V., René Pollak, die WM-Spiele des Iran nur mit israelischen Flaggen und Davidsternen bestückt zu besuchen und damit Solidarität mit Israel zu zeigen, kam Statler auf die glorreiche Idee, dass doch weiß-blaue Flitzer noch viel besser geeignet seien.
 
Da muss ich dem alten Sack doch direkt recht geben. Eine weiß-blau bemalte, über’s Spielfeld gehetzte Miss Piggy würde dem sanktimonen Wächterrat gleich doppelt seine Idiotie vor Augen halten. Man müsste halt nur deutlich machen, dass es bei der Aktion um Israel geht und dass da nicht nur ein bayerisches Prachtmadel mit mächtig Holz vor der Hütt’n seinen neuesten Isarstrandteint vorführt.

 

PS: Was Waldorf zu Statlers Vorschlag sagt, ist leider noch nicht bekannt.

December 17, 2005

Der Monsantohorst - ein politisches Leichtgewicht

Filed under: Politisches, Satirisches, Umwelt - word2go @ 10:00 am




Der Horst, ja der war kerngesund,
ein dicker Bub und kugelrund.
Er hatte Backen rot und frisch;
die Suppe aß er hübsch bei Tisch.
Doch einmal fing er an zu schrein:
"Ich esse keine Suppe! nein!
Ich ess’ kein blödes Biofleisch!
Nein, dieses Öko will ich nicht!"



Am nächsten Tag - ja sieh nur her!
da war er schon viel magerer.
Da fing er wieder an zu schrein:
"Ich find’ da sollten Gene rein!
Solang’ der Mais nicht patentiert,
Solang’ wird Bio hier zensiert!



Am dritten Tag, o weh und ach!
wie war der Horst da dünn und schwach!
Man brachte Gammelfleisch herein,
und wieder fing Horst an zu schrein:
"Wer hat denn da nicht aufgepasst?
Das schmeckt ja hier wie Massenmast!
Ich will gefälligst Bioporree,
nicht den Fraß der Monsterlobby!



Am vierten Tage endlich gar
der Horst fast wie ein Fädchen war.
Er wog vielleicht ein halbes Lot -
und war am fünften Tage tot.

Good ole Democracy

Filed under: Politisches - word2go @ 9:57 am

Während im Irak die ersten freien Parlamentswahlen stattfinden - und das lieber Herr Scholl-Latour und sonstige Skeptikernasen sollte trotz wie auch immer gearteter und verständlicher Amerikaressentiments zumindest als Leistung des irakischen Volkes einfach mal anerkannt werden - findet scheinbar auch "God’s own Country" zurück zur Demokratie.


Der von Bush initiierte Antrag der Republikaner den Patriot-Act zu verlängern, wurde im Senat mit deutlicher Mehrheit abgeschmettert. Dazu die New York Times:

    The Senate on Friday blocked reauthorization of the broad antiterrorism bill known as the USA Patriot Act, pushing Congress into a game of brinksmanship with President Bush, who has said the nation will be left vulnerable to attack if the measure is not quickly renewed.

    With many Democrats and some Republicans saying the bill does not go far enough in protecting civil liberties, the Republican leadership fell short of the 60 votes required to break a filibuster. Now the future of the law, which greatly expanded the government’s surveillance and investigative powers in the wake of the Sept. 11 attacks, is in doubt.

    Weiterlesen


Nachtrag:

Für uns Europäer sieht’s dahingehend eher schlecht aus, das Europaparlament hat vorgestern nämlich mit 378 zu 197 Stimmen die sogenannte Vorratsdatenspeicherungs-Richtlinie beschlossen.

Was das für den Bürger bedeutet, kann man hier nachlesen.

Vis à vis

Filed under: Politisches - word2go @ 9:54 am


"Wenn ‘60 Jahre danach’ der deutsche Volkszorn offen oder verdeckt gegen die USA, die Kapitalisten und gegen als Tierplage bezeichnete Menschen aufgeheizt wird, fühle ich mich als Bürger nicht mehr sicher." Prof. Michael Wolffsohn

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Wenn Bundeswehrprofessoren 60 Jahre danach wieder anfangen, von der Legalisierung von Folter zu sprechen, fühle ich mich als Bürger hier trotzdem noch sicher! - Ob das in den USA auch so wäre?

December 16, 2005

Harold Pinters Rede anlässlich der Verleihung des Literaturnobelpreises

Filed under: Politisches, Panorama - word2go @ 9:52 am

Harold Pinter by Derren Brown


Somlu beschwert sich, dass die Mainstreammedien Harold Pinters wortgewaltige Kritik an den USA totschweigen. Da wir Blogger alle weder Mainstream noch Media sind und nicht nur Pinters Kritik, sondern auch die ganze Rede köstlich ist, hier der Wortlaut:

In 1958 I wrote the following:

‘There are no hard distinctions between what is real and what is unreal, nor between what is true and what is false. A thing is not necessarily either true or false; it can be both true and false.’

I believe that these assertions still make sense and do still apply to the exploration of reality through art. So as a writer I stand by them but as a citizen I cannot. As a citizen I must ask: What is true? What is false?

Truth in drama is forever elusive. You never quite find it but the search for it is compulsive. The search is clearly what drives the endeavour. The search is your task. More often than not you stumble upon the truth in the dark, colliding with it or just glimpsing an image or a shape which seems to correspond to the truth, often without realising that you have done so. But the real truth is that there never is any such thing as one truth to be found in dramatic art. There are many. These truths challenge each other, recoil from each other, reflect each other, ignore each other, tease each other, are blind to each other. Sometimes you feel you have the truth of a moment in your hand, then it slips through your fingers and is lost.

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Die Früchte des Terrors

Filed under: Politisches, Panorama - word2go @ 9:47 am
 
Die militante Palästinenserorganisation Hamas konnte bei Lokalwahlen in den Westbanks die Städte Nablus, Jenin und Al-Bireh klar für sich gewinnen. Nun geht die Angst um, dass sie auch bei den Parlamentswahlen am 25. Januar Abbas’ Fatah hinter sich lassen könnte. Politiker aus Israels rechtem Parteienspektrum drohten für diesen Fall bereits mit einer Aussetzung des Friedensprozesses. Allerdings werden auch besänftigendere Stimmen laut. So äussert sich z.B. Shimshon Arbel, der frühere israelische Militärgouverneur in Nablus durchaus positiv. Hamas habe eine Menge Geld in Schulen und Krankenhäuser investiert, während Fatah unter fortschreitender Korruption leide und bei der Leitung der Autonomiebehörde versagt habe.
 
Zum ersten Mal in ihrer Geschichte könnte Hamas nun die Früchte ihres Terrors ernten. Erinnern wir uns zurück. Die Intifada war gerade vorbei, Arafat und Perez hatten den Friedensnobelpreis bekommen, israelische Soldaten wurden in den Palästinensergebieten mit Blumen empfangen. Just in diesem Moment intensiverte Hamas den Kampf, das Land versank im Blut der Selbstmordattentäter und ihrer Opfer.
 
Was war passiert? Arafats Fatah drohte aus der Sicht von Hamas die Lorbeeren zu ernten, die Macht über Palästina zu monopolisieren. Der Friedensprozess bedrohte die Existenz der Organisation und musste verhindert werden. Heute steht die Organisation wieder vor der Gretchenfrage. Doch diesmal unter umgedrehten Vorzeichen.
 
Wie sollte sich Israel nun angesichts dieser neuen Situation verhalten? Parallelen zu demokratischen Wahlerfolgen islamistischer Organisationen gibt es viele: die algerische FIS, die pakistanische Jamati-I-Islamiyah die indonesische Jemaah Islamiyah… Überall wurde die Wahl aus "sekularistischen" Gründen annulliert, bzw. die neue Regierung vom Militär geputscht, überall war Terror die Antwort.
 
Eine vorschnelle Reaktion Israels könnte also zum Wiederaufflammen der Gewalt führen. Andererseits könnte sich unter der Führung von Hamas die ohnehin schon hohe Ideologisierung der palästinensischen Jugend konsolidieren und einen ähnlichen Fanatismus hervorrufen, wie er in Khomeinis Iran zu sehen war.
 
Während die erste Option jedoch ganz sicher zu Gewalt führen würde, bliebe bei der zweiten zumindest die Hoffnung, dass die extremen Flügel von Hamas dem pragmatisierenden Konsolidierungsdruck nachgeben müssen, der in jeder Regierungsverantwortung steckt. Ein Beispiel dafür gibt die Hisbollah Libanons, die sich mittlerweile als legale Partei etabliert und von Terroranschlägen Abstand genommen hat. Ein Negativbeispiel gibt allenfalls die Muslimbruderschaft Sudans mit ihrem umfassenden Staatsterrorismus und der Unterstützung Al Qaidas. Vor dem Hintergrund fehlender Alternativen ist dieses Risiko es jedoch allemal wert.

December 15, 2005

One Laptop per Child (OLPC)

Filed under: Panorama - word2go @ 9:45 am

 
Nicholas Negroponte, Erfinder des handkurbelbetriebenen Billiglaptops und Gründer der Intiative "One Laptop per Child" hat es geschafft. Quanta Computer Inc., die taiwanesische Technologieschmiede, baut nun das Wunderding, das nach Negropontes Meinung Afrika aus seiner Bildungsmisere befreien könnte.

Gibt es eigentlich so etwas wie Laptoppatenschaften?

December 14, 2005

+E+I+L+M+E+L+D+U+N+G+

Filed under: Satirisches - word2go @ 9:42 am

Henryk M. Broder zum Hinduismus konvertiert

Der berühmte deutsche Off-topic Journalist Henryk M. Broder ist nach Angaben der staatlichen iranischen Nachrichtenagentur "Zionism-Sentinel" zum hinduistischen Glauben übergetreten. Im Exklusivinterview bedauerte Broder seine jüngsten Äusserungen über die Möglichkeit von Judendeportationen nach Bayern und Schleßwig-Holstein. Ahmadinedschad habe ihn dieser Hinsicht völlig mißverstanden. Ihm sei niemals und zu keiner Zeit daran gelegen gewesen, historische Wahrheiten zu verbreiten. Schon seit Beginn seiner Schriftstellerkarriere arbeite er lediglich an einer provokativen Form literarischer Aktionskunst.


Im Traum sei ihm nun vorgestern Ahmadinedschad erschienen: "Er war von einem gleißenden Licht umgeben und predigte von der Einheit des Universums und der Sünde der Eitelkeit. Mein Haupt war wie erstarrt, ich konnte mit keiner einzigen Wimper zucken. In diesem Moment spürte ich, dass ich mich meinem Dharma ergeben müsse".

Ob Broder im goa’schen Exil seinem Vorsatz treu bleibt, keine weiteren Zeitungsenten zu verfassen? Wir wollen es hoffen.

December 5, 2005

Von Tascam zu Tascam

Filed under: Musikalisches - word2go @ 9:15 am

"Pssst, hey Kleiner! Brauchst’e Stoff?"

"Hä, wie, wieso?"

"Ich hätt’ hier noch ein paar Spuren, 8 um’s genau zu sagen."

"Hauen die rein?"

"Ja klar, die liegen hier schon über zehn Jahre rum, die dröhnen Dir die Rübe weg. Aber Vorsicht, kann sein, dass sie bei Genuss ganz schön reinleiern."

"Also noch echt analoge Ware, he?"

"Da kannst Dir aber sicher sein!"

"Von wem isses denn?"

"Ach so’n paar Typen aus dem Bayerischen Wald, Jessicas Trust oder so, die haben das hier draufgerotzt."

"Na gut, ich nehm’s mal, was macht’s denn?"

"Is für umme, wenn Du’s richtig aufpolierst."

"Geht klar, Alter!"

December 4, 2005

Ticket to L.A. die Dritte

Filed under: Musikalisches, Werbung - word2go @ 9:12 am
Nathan, Sänger des von Flo Müller, Til Schönecker und meiner Wenigkeit geschriebenen Songs "Ticket to L.A." hat den Recall bei Deutschland sucht den Superstar erfolgreich gemeistert. Dafür gibt’s natürlich einen Glückwunsch2go. Hol Dir den Titel, Junge!



Die offizielle Homepage zum Song findet Ihr hier. Eine Hörprobe gibt’s natürlich auch und wer Gefallen findet, kann den Song bei musicdock.net für nur 0,99€ runterladen.

Keep on rockin’!

December 2, 2005

Offline Drawings…

Filed under: Rezensionen, Literarisches, Werbung - word2go @ 9:08 am

…well, does your dog annoy you too?

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