Elizabethtown
(Danke an den Grinch für die Erregung meiner Aufmerksamkeit)

Man betrachte das Filmplakat genau. Passt hier irgendetwas nicht zusammen? Schuhe sind nicht nur der milliardenschwer verlustige Aufhänger für diese wundervolle Parabel aus der Feder von Cameron Crowe, sondern auch der rote Faden. Wer möchte sich schon in Designerschuhen dem Gott des Erfolges opfern, wenn er barfuß und verliebt über den zweitgrößten Bauernmarkt der USA laufen kann?
Bis zu dieser Erkenntnis muss der selbstmordgefährdete Sportschuhdesigner Drew Baylor (Orlando Bloom) jedoch einen weiten Weg gehen. Just bevor ihn seine selbstgebastelte Sepukumaschine ins Reich der ewigen Träume zu befördern verspricht, erfährt er vom Tod seines Vaters und sieht sich unverhofft neben der gesprächigen Stewardess Claire (Kirsten Dunst) im Flugzeug nach Elizabethtown sitzen, um die sterblichen Überreste des Vaters nach Hause zu holen.
Mehr wird nicht verraten, ausser dass es zu Drews Selbstfindung noch ein ganze Menge Disharmonien braucht, die sich zum Ende des Films zu einem prachtvollen Mollakkord zusammenfügen. Moll deswegen, weil es die Momente sind, die diesen Film prägen, nicht die Handlung. Der Kinobesucher wird aufgeladen mit Kleinigkeiten, den kurzen, winzigen, schwangeren, melancholischen Momenten, die das Leben sind. Es ist erstaunlich wie befreiend Moll sein kann.
Cameron Crowe hat mit Elizabethtown, nach Singles und Almost Famous, ein Kleinod geschaffen, das den vollkommen überzeichneten und unglaubwürdigen Ausrutscher Vanilla Sky vergessen macht. Orlando Blooms verletzliche wie unnahbare Darstellung des Drew Baylor und Kirsten Dunsts unaufgeregte Hippeligkeit stehen zwar im Mittelpunkt der Geschichte und sie spielen ihre Rolle großartig. Doch die Nebendarsteller verkörpern die Seele des Films, eben jene Kleinigkeiten, die sich langsam von der Randerscheinung zur Unverzichtbarkeit emporarbeiten: Jed Rees als wochenlang Polterabend feiernder Bräutigam, Tim Devitt als verschmitzt grinsende Leiche, Susan Sarandon als aufblühende Witwe und nicht zuletzt Paul Schneider als ungebrochen hinterwäldlerischer Möchtegern-Rocktitan, der "seinen" großen Moment beim legendären Abgang von Mitch Baylor bekommt.
Über Filmmusik muss man bei Cameron Crow sowieso kein Wort verlieren. Einfach nur kaufen, zurücklehen und sich an jeden einzelnen Moment erinnern. Traumhaft!
Bis zu dieser Erkenntnis muss der selbstmordgefährdete Sportschuhdesigner Drew Baylor (Orlando Bloom) jedoch einen weiten Weg gehen. Just bevor ihn seine selbstgebastelte Sepukumaschine ins Reich der ewigen Träume zu befördern verspricht, erfährt er vom Tod seines Vaters und sieht sich unverhofft neben der gesprächigen Stewardess Claire (Kirsten Dunst) im Flugzeug nach Elizabethtown sitzen, um die sterblichen Überreste des Vaters nach Hause zu holen.
Mehr wird nicht verraten, ausser dass es zu Drews Selbstfindung noch ein ganze Menge Disharmonien braucht, die sich zum Ende des Films zu einem prachtvollen Mollakkord zusammenfügen. Moll deswegen, weil es die Momente sind, die diesen Film prägen, nicht die Handlung. Der Kinobesucher wird aufgeladen mit Kleinigkeiten, den kurzen, winzigen, schwangeren, melancholischen Momenten, die das Leben sind. Es ist erstaunlich wie befreiend Moll sein kann.
Cameron Crowe hat mit Elizabethtown, nach Singles und Almost Famous, ein Kleinod geschaffen, das den vollkommen überzeichneten und unglaubwürdigen Ausrutscher Vanilla Sky vergessen macht. Orlando Blooms verletzliche wie unnahbare Darstellung des Drew Baylor und Kirsten Dunsts unaufgeregte Hippeligkeit stehen zwar im Mittelpunkt der Geschichte und sie spielen ihre Rolle großartig. Doch die Nebendarsteller verkörpern die Seele des Films, eben jene Kleinigkeiten, die sich langsam von der Randerscheinung zur Unverzichtbarkeit emporarbeiten: Jed Rees als wochenlang Polterabend feiernder Bräutigam, Tim Devitt als verschmitzt grinsende Leiche, Susan Sarandon als aufblühende Witwe und nicht zuletzt Paul Schneider als ungebrochen hinterwäldlerischer Möchtegern-Rocktitan, der "seinen" großen Moment beim legendären Abgang von Mitch Baylor bekommt.
Über Filmmusik muss man bei Cameron Crow sowieso kein Wort verlieren. Einfach nur kaufen, zurücklehen und sich an jeden einzelnen Moment erinnern. Traumhaft!


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