Nur Gedanken

December 18, 2004

Journalismus auf Weltklasseniveau

Filed under: Panorama - word2go @ 8:30 am
 
Henryk M. Broder im Spiegel:

Deswegen sollte die EU den Türken sagen: "Alles, worüber wir verhandeln, sind technische Details. Es gibt nur eine Forderung, die Ihr vor der Aufnahme der Verhandlungen erfüllen müsst. Hört mit dem Leugnen des Genozids an den Armeniern auf, bittet die Armenier um Vergebung, sagt: "Wir waren es!"

Aber genau das wird die EU nicht machen. Nicht weil sie es vermeiden möchte, die Türken zu kränken, sie in eine peinliche Situation zu bringen, sondern weil ihr ein paar Hunderttausend Armenier, die seit 80 Jahren tot sind, wurscht sind. So wie ihr ein paar Millionen tote Ruander, Sudanesen und Kongolesen wurscht sind. So wie ihr alles wurscht ist, was die gemeinsame Handelsbilanz und die Stabilität des Euro nicht tangiert.

Genau! Und die Chinesen sollen sich für Mao entschuldigen und mit den Spaniern rede ich auch erst wieder, wenn sie den Völkermord an den südamerikanischen Ureinwohnern zugeben. Und die Franzosen erst. Die sollten wir eigentlich wieder rausschmeissen aus der EU. Nur wir sind toll, weil wir haben`s zugegeben, gell?

PS: Hendryk, schaff doch dein Handy ab, ober ist dir der Völkermord im Kongo wurrrrrrrrrrrrrrrscht?

December 4, 2004

Alex (ja, aber) doch nicht schwul!

Filed under: Satirisches - word2go @ 8:28 am

Die alten Griechen waren wirklich schwer zu befriedigen. So langten weder die niederen Triebe, noch die Eleganz der Künste, um ihrem Leben Sinn zu verleihen. Schweinisch und viehisch die ersteren, aufrührerisch, verstörend und zur Maßlosigkeit verleitend die zweiten. Darum war es auch im antiken Griechenland so wichtig, zur athenischen Noblesse zu gehören. Das schnuckelig weiße Röckchen über den Arm geschlagen, mit Freunden philosophierend durch die Olivenhaine zu schlendern, das konnten sich eben nur die Reichen leisten. Zu sowas hatten die einfachen Handwerken nun mal keine Zeit. Denen war es belassen, ihren Job zu machen und den Mund zu halten.

Und manchmal ist die platonische Schau der Dinge halt doch etwas langweilig, weshalb der gebildete Grieche neben der Idee auch Anschaungsmaterial erster Güte bedarf. Und da die Jugend näher an der Reinheit liegt als das Alter, sind eben die Knaben von besserer Güte, als die Herren, das Fleisch noch zarter, der Po noch knackiger und… na, ja.

Der Sabber trieft zumindest dem guten Platon förmlich aus den Lefzen, als er Glaukon die Art der Liebe, der "Philie" anhand der Gestalt eines Knaben, ja anhand des Glaukons eigenen Empfindungen gegenüber den elfengleich zarten Wangen des Jünglings erklärt (Politeia IV)

Und prompt: hat sich Glaukon noch über ganze drei Bücher lang dumm gestellt,… jetzt hat er’s kapiert und Platon kann endlich zur Beschreibung der Gerechtigkeit übergehen.

Ja, ja, der Knabe als Spiegel des hedonistischen Selbst… und mehr. Die "alten" Griechen wußten ihn noch zu lieben. Auch Alexander war einmal ein Knabe. Und was für einer. Der des Aristoteles nämlich. Schwul oder nicht schwul war damals keine Frage.

Vielleicht sollten die homophoben "Neuen" Griechen ihre Geschichte umschreiben, wenn sie nicht wollen, dass Alexander auf Männer stand. Schon schlimm, wenn ein Hollywoodregisseur mehr über griechische Geschichte weiß, als die Griechen selbst.

zoon erotikon

Substantivwortkettenaneinanderreihungslangzeitdoppeldistanzmarathon.

Filed under: Satirisches - word2go @ 8:26 am
 
abgeguggt beim Gehirnverdrehungsnachhakundhintergrundaufzeigakrobatiker

Denkpass

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December 3, 2004

k u r z e R a n d n o t i z

Filed under: Politisches - word2go @ 8:24 am
 
"Whichever of you," Cyrus added, "can show the greatest number of chariots in proportion to his power, and the largest and finest body of cavalry, I will honour him as my best ally and most faithful fellow-guardian of the Persian empire. Let the best men always have the preference at your courts as they have at mine, give them seats of honour as I do, and let your table be spread, as mine is, not only for your own household, but for your friends also, and for the honour of him who may accomplish any noble deed. [12] … I am but a single man, with only human strength and human virtue, and I could not by myself preserve the good things that are yours: I must have good comrades to help me in goodness, and only thus can I be your defender."
(Xenophon: The Education of Cyrus)

Today, the United States enjoys a position of unparalleled military strength and great economic and political influence. In keeping with our heritage and principles, we do not use our strength to press for unilateral advantage.We seek instead to create a balance of power that favors human freedom: conditions in which all nations and all societies can choose for themselves the rewards and challenges of political and economic liberty. In a world that is safe, people will be able to make their own lives better.We will defend the peace by fighting terrorists and tyrants.We will preserve the peace by building good relations among the great powers. We will extend the peace by encouraging free and open societies on every continent.
(US: National Security Strategy)

I send my deepest respect to the Ukrainian people, who actually took advantage of their democratic rights and did not settle for sending sniveling pictures of excuse around the www.

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