Blankes Endesetzen
Frau Diamantopoulou fühlt sich unwohl in ihrer Haut. Da ist der Kaffee noch nicht mal richtig eingegossen, schon springen ihr mindestens zwei – wenn nicht noch mehr – gut gefüllte Frauenargumente aus der Morgenausgabe entgegen. „Sapperlot, die Silikonkissen gab’s auch schon mal ’ne Nummer kleiner!“ Die müssen weg, dafür gibt’s keine Norm, die sprengen regelrecht den Rahmen.
Ja, mit Fleisch, da haben’s unsere EU-Bürokraten. Kaum dass sie uns den Konsum von erstklassig „durchgedrehten“ Rindern und leckeren Beulenhühnern madig reguliert haben, wollen ein paar Brüsseler Bürostuten jetzt auch noch die Seite 1 Mädchen verbieten.
Kein Wunder, dass ein Riesenaufschrei, zwar nicht durch’s Land aber durch unser, von Titten extrem abhängiges, Volksblatt ging. Ja Himmel, die Götter verstehen die Griechen nicht mehr. Wisst ihr denn nicht, dass Meinungs“BILD“ung ohne weibliche Brüste gar nicht möglich wäre, weil sonst jeder FAZ, taz, oder Süddeutsche lesen würde? Einheitsbrei, nur noch Einheitsbrei wäre die Folge und was ist denn eine Zeitung ohne Bilder?! Wie rappten die Fanta 4 noch? „Und ist der Inhalt nicht so toll, dann knallen wir’s vorn mit Titten voll.“ Genau! Marketingstrategie. Hat die EU davon noch nichts gehört?
Der Kampf zwischen „Euronistinnen“ und Deutschlands bester Adresse ging gerade in die erste Runde, da setzte Bild schon den ersten Tiefschlag: „Emanzen!“ Bäh, was für ein Schimpfwort in einer Zeit, in der Frauen in den Augen Konservativer schon emanzipiert sind wenn sie „blubb“ sagen können. Einer Zeit, in der die Feldbusch Alice Schwarzer durch ein gekonntes „Hi,hi,hi…“ ausknockt und ganz clevere Feministinnen Millionen verdienen, weil sie es schaffen deutsches Tennisspielersperma dort aufzunehmen wo’s passiert. Und im Gegensatz zu manchem Kinderriegel schmilzt das nicht im Mund. Das ist wahrer Feminismus!
Ja Kinder, seht es ein. Feminismus ist rückständig! Sogar politisch. Da befreien die Amis den Irak, damit sich die irakischen Frauen endlich genauso nackig machen können wie wir Europäer und was machen wir? Zensur! Sagt zumindest die Bild und die hat damit ja reichlich Erfahrung. Da stellt sich doch gleich eine ganz andere Frage. Wie viele von den hochqualifizierten Bildredakteuren werden eigentlich noch gebraucht, wenn wir keine „heisse Anke“ und keine „raus aus den Fetzen Karin“ mehr auf Seite eins haben dürfen. Was machen die anstatt der Bildchenkommentare, welche bekanntlich die einzigen sind, die von der Chefredaktion nicht „re – di –ri –gier –t werden. Müssen wir die jetzt auch noch im Fernsehen ertragen?
Also bitte Frau Diamantopoulou,
ich kann ja einsehen, dass Ihnen morgens das Frühstücksei, sei es vor Neid oder vor Scham, aus dem Mund fällt. Aber tun Sie mir das bitte nicht an! Nicht noch mehr arbeitslose Bild-Schreiberlinge, die ihr Glück auf der Mattscheibe probieren. Es reicht, dass Eine Bundeskanzlergattin geworden ist. Und ich sag’s gleich. Kommen Sie mir ja nicht mit Diskriminierung. Ich werde hier diskriminiert. Lassen Sie die Titten bitte da, wo sie hingehören. In der Bildzeitung. Nehmen Sie unserer größten Tageszeitung nicht die Auflage.
Uhh, so. Mal wieder meine Meinung gesagt. Jetzt geh’ ich ins Freibad. Mein neues Handy ausprobieren. Vielleicht gibt’s ein paar gute Photos für die Homepage. Wenn nicht der blöde Bademeister wäre. Warum sagt die Bild eigentlich da nichts dagegen?


Baumwolltaschen












